Frühjahrskur für Rundwege
Reparaturservice für die Rundwege

Münster-Kinderhaus -

Im Frühjahr machen sich Mitglieder der Bürgervereinigung Kinderhaus stets einmal auf Tour und kontrollieren die Schilder der Kinderhauser Rundwege. Das lässt sich an einem Tag nicht erledigen.

Dienstag, 23.04.2019, 18:30 Uhr
Adolf Kaiser, Renate Ergeiler und Walter Schröer (v. l.) reparieren die Rundwege. Sie beginnen am Heimatmuseum. Schröer hält ein typisches Rundwege-Schild in der Hand, das in jüngster Zeit Ziel von Vandalismus geworden ist.
Adolf Kaiser, Renate Ergeiler und Walter Schröer (v. l.) reparieren die Rundwege. Sie beginnen am Heimatmuseum. Schröer hält ein typisches Rundwege-Schild in der Hand, das in jüngster Zeit Ziel von Vandalismus geworden ist. Foto: sn

Jede Menge zu tun haben die Ehrenamtlichen von der Bürgervereinigung Kinderhaus. Die Hinweistafeln für die Rundwege, die durch den Stadtteil führen, müssen regelmäßig auf Vordermann gebracht werden. Einmal im Jahr gibt es einen großen Rundweg-Service. Sorgen bereitet den Heimatfreunden vor allem eines: Vandalismus.

„Die hauen einfach da drauf“, meint Walter Schröer von der Bürgervereinigung. Vor allem die Schilder mit dem typischen Rundwege-Symbol, ein Kreis mit drei Pfeilen, sind Ziel von Zerstörungswut. „Das ist mutwillig“, schüttelt Schröer den Kopf. Offenbar werden die Schilder ganz bewusst mit Tritten oder Schlägen beschädigt. Auch Gegenstände könnten dabei zum Einsatz gekommen sein. Einige der Schilder sind so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass sie ausgetauscht werden müssen. Die Bürgervereinigung hat noch einige wenige Ersatzschilder, doch die werden bald aufgebraucht sein.

„Wir können erst weitermachen, wenn wir neue haben“, meint Adolf Kaiser von der Bürgervereinigung. Dazu werde noch ein Antrag an die Bezirksvertretung Nord gestellt, kündigt Walter Schröer an. Von der Bezirksvertretung erhofft man sich einen Zuschuss. Auch andere Finanzierungsquellen werden geprüft.

Insgesamt gehe es um etwa 4000 bis 4500 Euro für rund 110 der kleinen Schilder. „Wir möchten stabilere Schilder mit einer vernünftigen Beschilderung“, erklärt Walter Schröer. Momentan behilft er sich damit, provisorisch einzelne Schilder zu kopieren und zu laminieren.

Für den „Reparatour-Service“ bleiben daneben noch die regulären Instandsetzungsmaßnahmen. Die Rundwege durch den Stadtteil sind nach Farben benannt. Der rote ist elf Kilometer lang und reicht bis zur Gasselstiege und zur Kanalstraße. Er soll am morgigen Donnerstag kontrolliert werden. Der blaue und der grüne Radweg sind jeweils fünf Kilometer lang und umfassen den nördlichen beziehungsweise den südlichen Teil von Kinderhaus. Zur Instandhaltung gehört es, die Hinweistafeln mit den Texten zu den historischen Orten im Stadtteil zu reinigen und die Rahmen zu befestigen. Auch alle weiteren Kleinarbeiten werden gleich erledigt.

Die Resonanz auf dieses Spazier- und Wanderangebot, das es seit 2008 gibt, ist groß. Kinderhauser hätten ihm erzählt, berichtet Walter Schröer, dass sie ihren Besuch eigens dort entlangführen.  Denn auf diesen Rundwegen kann man jede Menge über den Stadtteil und dessen Geschichte lernen.

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