Filetstück im Zentrum
250 Wohnungen im Zentrum von Kinderhaus

Münster-Kinderhaus -

250 Wohnungen sollen im Moldrickx-Quartier entstehen. Das Planungsamt sieht laut Andreas Kurz „jetzt die Gelegenheit, das innerstädtische Wohnen massiv zu verstärken. Wir bekommen hohe Wohnqualität in zentraler Lage.“

Donnerstag, 09.05.2019, 18:14 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 18:40 Uhr
Die Stadt hat schon vor geraumer Zeit einen Teil des ehemaligen Gärtnerei-Geländes gekauft, einen anderen behält Familie Moldrickx.
Die Stadt hat schon vor geraumer Zeit einen Teil des ehemaligen Gärtnerei-Geländes gekauft, einen anderen behält Familie Moldrickx. Foto: klm

Bald kann sie jeder einsehen: die Pläne für das neue Wohngebiet „Langebusch/ Westhoffstraße“, das auf dem Gelände der früheren Gärtnerei „Moldrickx“ entstehen soll. Dies teilte Stadtplaner Andreas Kurz , Fachstellenleiter Bebauungsplanung Nord und West, der Bezirksvertretung (BV) Nord mit.

Sofern der Planungsausschuss die Vorlage am 16. Mai positiv berät, ist laut Stadtplanungsamt die Offenlegung vom 11. Juni bis zum 11. Juli vorgesehen.

Vier Wochen lang soll der Planentwurf also im Bürgerhaus in Kinderhaus am Idenbrockplatz 8 und im Stadthaus 3 am Albersloher eingesehen werden können. Zuvor soll er im Amtsblatt veröffentlicht werden.

Der Planer nannte das „Moldrickx“-Gelände in der BV-Sitzung „ein Filetstück für die Stadtentwicklung“. Es liegt mitten im Zentrum und hat damit eine sehr gute Versorgung: „Wir haben jetzt die Gelegenheit, das innerstädtische Wohnen massiv zu verstärken. Wir bekommen hohe Wohnqualität in zentraler Lage.“

Rund 250 Wohneinheiten sehe der Entwurf vor, in „maximal dreigeschossiger Bebauung“, erklärte Kurz auch anhand von Grafiken. Lediglich an der Einfahrt zum Quartier, an der Westhoffstraße, seien ein fünf- sowie ein viergeschossiger Bau vorgesehen. Die weiteren Gebäude passten sich in der Höhe dem Bestand in der Nachbarschaft an. So entstünden „keine weiteren Hochpunkte“ in Kinderhaus.

Statt wie bislang vorgesehen soll die Kindertagesstätte nicht acht, sondern sieben Gruppen auf zwei Etagen Platz bieten und Außengrünflächen haben. Den Mittelpunkt des Quartiers bilde ein Spielplatz mit rund 1000 Quadratmeter Fläche, erklärte Andreas Kurz.

Die Kommunalpolitiker wollten auch im Zusammenhang mit Kita und Spielplatz mehr über das Verkehrskonzept wissen. Geplant seien „Abschnitte, in denen man etwas zügiger fahren kann im Wechsel mit verkehrsberuhigten Bereichen mit Tempo 30“, erläuterte Kurz. Verkehrliche Anbindungen führten über die Westhoffstraße und über den Langebusch.

Marianne Hopmann (SPD) merkte an, dass die Kita „zwar nach hinten“ auf das Gelände gelegt worden sei. Wie an der Einfahrt Langebusch sollte dann aber auch dort eine Zone mit Tempo 10 eingerichtet werden. Olaf Bloch (CDU) sprach – wie weitere BV-Mitglieder – von noch vorhandenem Klärungsbedarf bei den Themen „Verkehr“ und „Qualitäten“. Als eine davon nannte Thomas Kollmann (SPD) die „Aufenthaltsqualität“. Zugleich lobten etliche BV-Politiker, dass es endlich losgehe. „Komplizierte Fragestellungen“, erklärte Kurz, etwa zur Entwässerung und zum Wasserschutz, hätten Zeit gebraucht. Ein Ergebnis davon sei, dass der Igelbach, der auf dem Gelände zum Teil verrohrt verläuft, verschwenkt werde und somit einen anderen Verlauf bekomme.

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