„Open Wall“ eröffnet
„Open Wall“ mit 88 Künstlern

Münster-Kinderhaus -

Das Ausstellungsformat „Open Wall“ des Kap.8 richtet sich an Profis und Laien. Das Konzept kommt an: 88 Künstler beteiligen sich in diesem Jahr.

Dienstag, 14.05.2019, 17:24 Uhr
Auf großes Interesse stieß die Eröffnung der aktuellen „Open-Wall-Ausstellung im Kap.8.
Auf großes Interesse stieß die Eröffnung der aktuellen „Open-Wall-Ausstellung im Kap.8. Foto: Siegmund Natschke

„Das Konzept scheint aufzugehen“, meinte spontan Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink : „Der Stadtteil hat künstlerisch einiges vorzuweisen.“ Es wurde richtig voll in der Agora des Bürgerhauses. Kein Wunder, die Beteiligung an der „Open Wall“ des Kap.8 war so groß wie noch nie zuvor. „Wir wollen möglichst viele Künstler mitnehmen“, erläuterte Candia Neumann, stellvertretende Kap.8-Leiterin im Bürgerhaus.

„Es funktioniert“, meinte auch Dr. Christopher Görlich , der in diesem Jahr ebenfalls wieder unter den ausstellenden Künstlern war. „Hotel Paris“ hieß sein Werk, eine Hommage an das Lebensgefühl in einer pulsierenden Stadt.

„Spannend“ sei die „Open Wall“, sagte Monika Sebastian, die sich zum ersten Mal beteiligte und ein Motiv aus Kuba mitgebracht hatte: eine typische Straßenszenerie ohne Menschen, aber mit einem alten Fahrzeug im Mittelpunkt. Ein Stillleben anderer Art. Ein anderes zeigt einen Zeitungsverkäufer so realistisch, als stehe er einem direkt gegenüber.

Es reize sie, in einer großen Gruppe auszustellen, erklärte beispielsweise Elisabeth Schliemann. So lerne man auch andere Künstler kennen. Sie wählte als Motiv die Brücke von Arles: „Die hat schon van Gogh gemalt, nur aus einer anderen Perspektive.“

Insgesamt machen bei der neuesten Open-Wall-Ausstellung 88 Künstler mit, im vorigen Jahr waren es noch 50, davor 35. Und ihre Arbeiten prägen sich ein. „Manche Werke wachsen einem ans Herz“, so Candia Neumann.

Die künstlerische Einführung erfolgte wieder durch die Kunsthistorikerin Dr. Annette Georgi. Manche der Bilder würden einen sinnlich berühren, andere erzählten eine Geschichte und wieder andere beeindruckten durch ihre Technik. Annette Georgi meinte: „Alles, was sie sehen, ist richtig.“ Ein Plädoyer für einen individuellen Kunstgenuss, der mit dem offenen Format „Open Wall“ vielfach möglich wird. Etliche waren der Ansicht, dass so viel Farbe und so viele verschiedene Motive der Agora guttun. Die Open-Wall-Ausstellung ist bis zum 7. Juli zu sehen.

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