Urban Gardening
Hand in Hand für die Blumenpracht

Münster-Kinderhaus -

Kinderhaus soll schöner werden – dieses Anliegen von Erich Welling lebt auch nach seinem Tode fort. Der ehemalige Kreisgärtnermeister aktivierte 2012 Vereine aus dem ganzen Stadtteil für Pflanzaktionen an Straßen und Wegen. 2019 ist das Projekt „Grüne Insel Kinderhaus“ so erfolgreich, dass es auch Teil einer Themenwoche an der Münsterlandschule ist. Deren Schüler packten vor Ort fleißig mit an – unter der engagierten Regie der „Insel“-Ehrenamtlichen.

Freitag, 07.06.2019, 07:00 Uhr
Im Rahmen des Projektes „Urban Gardening“ besuchten Schüler und Lehrer der Münsterlandschule die Aktiven von „Grüne Insel Kinderhaus“ bei der Bepflanzung am Kreisverkehr am Burloh.   
Im Rahmen des Projektes „Urban Gardening“ besuchten Schüler und Lehrer der Münsterlandschule die Aktiven von „Grüne Insel Kinderhaus“ bei der Bepflanzung am Kreisverkehr am Burloh.    Foto: Peter Sauer

Haarscharf mit dem Rücken den Autos, Bussen und Lkw auf der Straße zugewandt und auf der Bürgersteigs-Seite den schnell vorbeisausenden Radfahrern: Vollen Einsatz zeigen die acht Ehrenamtlichen der Aktion „Grüne Insel Kinderhaus“, wenn sie die Seitenstreifen und Kreisverkehre „Am Burloh“ und „Kristiansandstraße“ neu bepflanzen beziehungsweise auf Vordermann bringen.

Am Donnerstag bekamen sie Unterstützung von hörgeschädigten Schülern der Münsterlandschule (LWL-Förderschule Hören und Kommunikation). Unter Leitung der beiden Lehrerinnen Magdalena Bleiker und Nora Bernschein und begleitend per Gebärdensprache informierten sich die jungen Leute über die Entstehung des ehrenamtlichen Bürgerprojektes „Grüne Insel Kinderhaus“. Sprecher Fred Laumann berichtete auch darüber, dass Sponsoren die Blumen finanzieren und Warnwesten und Arbeitsmaterial für die Beetpflege gestellt werden.

Danach erläuterten die Ehrenamtler Karin von Borzyskowki, Ina Weinhausen und Brigitte Beckmann die verschiedenen Blumen und die Tricks, wie man sie am einfachsten einpflanzen kann und wie sie zu pflegen sind, damit sie so lang wie möglich die Menschen erfreuen können.

Gelebte Nachhaltigkeit: Senioren und Schüler pflanzen gemeinsam.

Gelebte Nachhaltigkeit: Senioren und Schüler pflanzen gemeinsam. Foto: Peter Sauer

Ernst wurden die Gesichter der Schüler, als Fred Laumann erzählte, das sich immer wieder Müll, Kippen und Unrat in den Beeten wiederfinden würden: „Manche graben sogar unsere Blumen aus und nehmen sie verbotenerweise mit nach Hause.“

Die Münsterlandschüler schüttelten nur den Kopf und griffen beherzt zu Schippe und Harke, um neue Blumen einzupflanzen, die Beete zu säubern und mitzuhelfen das Unkraut zu beseitigen. Gleichzeitig lernten sie den Unterschied zwischen Wild- und Kulturblumen kennen, konnten beide in ihre Hände nehmen, um haptisch den Unterschied per Blätterform, oder Stängel zu erfahren.

Die Münsterlandschüler zeigten sich sehr hilfsbereit. Ihnen machte es sichtlich Spaß selbst zum „urban gardener“ zu werden.

„Genau da sind die besten Plätze.“

„Genau da sind die besten Plätze.“ Foto: Peter Sauer

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