Genossenschaftliches Wohnen
CDU plädiert für neue Wohnformen

Münster-Kinderhaus -

Die CDU Kinderhaus schlägt vor, im Wohnquartier Moldrickx genossenschaftliche Wohnformen zu ermöglichen.

Montag, 24.06.2019, 20:00 Uhr
Die CDU Kinderhaus – (v.l.) Dr. Hans-Georg Geißdörfer, stellvertretender Vorsitzender der CDU Kinderhaus, Ratsherr und Bezirksvertreter Olaf Bloch sowie Bezirksvertreter Walter Sauerwald – schlägt vor, im Quartier Moldrickx Möglichkeiten für genossenschaftliches Wohnen zu schaffen.
Die CDU Kinderhaus – (v.l.) Dr. Hans-Georg Geißdörfer, stellvertretender Vorsitzender der CDU Kinderhaus, Ratsherr und Bezirksvertreter Olaf Bloch sowie Bezirksvertreter Walter Sauerwald – schlägt vor, im Quartier Moldrickx Möglichkeiten für genossenschaftliches Wohnen zu schaffen. Foto: Siegmund Natschke

Zurzeit hängt der Bebauungsplan für das neue rund 4,3 Hektar große Wohnquartier Moldrickx im Kinderhauser Bürgerhaus aus. Insgesamt können im Quartier rund 240 Wohneinheiten entstehen.

An der Erschließungsachse sind überwiegend Mehrfamilienhäuser vorgesehen sind, für die Wohnhöfe in der Mitte ist eine Mischung von Mehrfamilien- und Reihenhäusern angestrebt.

Es gibt eine Abstufung: Während das Eingangstor noch fünfgeschossig als Pendant zum Zentrum angedacht ist, wird die Bebauung zum Rand des Quartiers hin abgestuft und niedriger.

Im Südwesten des Moldrickx-Quartiers zum Beispiel wird das Bild ein wenig anders aussehen. Dort ist Dreigeschossigkeit geplant. Die CDU Kinderhaus sieht in diesem Gebiet eine Chance, auch alternative Wohnformen zu planen. Zehn bis zwölf Interessenten könnten sich etwa zu einer Bewohnergemeinschaft zusammentun, erklärt Dr. Hans-Georg Geißdörfer, stellvertretender Vorsitzender der CDU Kinderhaus, und drei oder vier zusammenstehende Häuser erwerben, um sie dann gemeinsam zu nutzen: „Jeder hat dann die gleichen Rechte und Pflichten.“

Dieses „genossenschaftliche Wohnen“ basiere auf dem Prinzip, dass die Mieter zugleich auch Anteilseigner sind und ein Nutzungsrecht haben. Dies komme etwa für ältere Bürger infrage, so Geißdörfer, die entweder nicht das nötige Kapitalvermögen für ein ganzes Einfamilienhaus hätten, oder dieses zu solch einem Zweck auch gar nicht aufbringen wollten. Deswegen könne es sein, dass einige sagen würden: „Wir schließen uns zusammen.“ Auch in anderen Stadtteilen gebe es dieses genossenschaftliche Wohnen schon.

Die Christdemokraten regen deshalb an, diese lokal zunehmend nachgefragten Wohn-Alternativen auch im neuen Kinderhauser Baugebiet zu berücksichtigen. Baugruppen, Projektgenossenschaften oder Bewohnergemeinschaften könnten dort zum Zuge kommen.

Ältere Bewohner hätten übrigens keine Probleme, ihre Wohnungen zu erreichen. Die Zufahrt mit dem Auto sei möglich, so Geißdörfer. Innerhalb des Moldrickx-Quartiers wird es zudem auch eine Tiefgarage geben.

Die Anzahl der Parkplätze stehe noch nicht fest, sagt Ratsherr Olaf Bloch . Eines aber wohl: Auch Fahrradstellplätze werde es dort geben.

Ein zweiter Kritikpunkt: eine wichtige Verbindung fehlt. In dem Plan, der jetzt im Bürgerhaus aushängt, „ist der Rad- und Fußweg, der durch das Wäldchen zum Langebusch führt, nicht eingezeichnet“, sagt Olaf Bloch. „Das ist mir sofort aufgefallen.“

Zugesichert worden sei, dass nach der Offenlegung, in die die Anregungen der Bürger eingehen, der Komplex Moldrickx in diesem Jahr abgearbeitet werde, sodass es im nächsten Frühjahr losgehen könne. „Wir werden versuchen, dass die Kita zuerst gebaut wird“, kündigt der CDU-Ratsherr an.

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Der Bebauungsplan kann noch bis zum 11. Juli in der Agora des Bürgerhauses, Idenbrockplatz 8, eingesehen werden. Zudem hängt er im Kundenzen­trum des Stadthauses 3, Albersloher Weg 33, aus: montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr. Das Modell sowie Gutachten und Unterlagen sind nur im Stadthaus 3 ausgestellt.   | www.stadt-muenster.de/ stadtplanung

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