Umfangreiche Mieterbefragung
Fragen an 630 Mieter

Münster-Kinderhaus -

Im Wohngebiet Brüningheide startet eine große Mieterbefragung.

Dienstag, 02.07.2019, 19:00 Uhr
Ehrenamtlich (oben) beteiligen sich viele an der Mieterbefragung, die vom Begegnungszentrum Kinderhaus und beiden Gemeinden angestoßen wurde.
Ehrenamtlich (oben) beteiligen sich viele an der Mieterbefragung, die vom Begegnungszentrum Kinderhaus und beiden Gemeinden angestoßen wurde. Foto: Begegnungszentrum

Zur Verbesserung der aktuellen Wohnverhältnisse hat eine bislang einmalige Befragung von 630 Mietern der Wohnungen der Immobiliengruppe BGP begonnen. Ehrenamtlich sind rund 30 Interviewer im Wohngebiet Brüningheide unterwegs: Die evangelische Markus-Gemeinde und die katholische Gemeinde St. Marien und St. Josef sowie aus dem Begegnungszentrum Kinderhaus sind bei dieser Aktion in einem Boot. Auch das Wohnungsdezernat der Stadt Münster unterstütze die Aktion, berichtet Thomas Kollmann , Leiter des Begegnungszentrums (BGZ) Kinderhaus. Die Auswertung könne mit Hilfe der Stadt erfolgen, hieß es am Dienstag im BGZ.

Hintergrund der Aktion ist, dass sich die 630 Wohnungen der Immobiliengruppe BGP seit dem 1. Juli im Eigentum der Fonds-Gesellschaft Union Investment befinden, wie Kollmann erläuterte. Von diesem neuen Eigentümer versprechen sich alle Beteiligten neue Impulse für das Wohngebiet Brüningheide.

Bei dieser „konzertierten Aktion“, so Ulrich Messing, Pfarrer der Gemeinde St. Marien und St. Josef, „geht es uns als im Stadtteil Verantwortliche darum, endlich eine Sachstandserhebung zu haben“. Die Befragung sei insofern eine große Hilfe. Die Ergebnisse dieser Befragung böten eine gute Grundlage für Gespräche mit dem neuen Eigentümer.

Presbyter Ulrich Müller von der Kinderhauser Markus-Gemeinde betonte, es sei wichtig, dass beide Gemeinden die Aktion unterstützten. Thomas Kollmann formulierte es so: „Es geht um die Qualität des Stadtteils.“

Der Bestand sei heterogen: Rollrasen auf der einen Seite, Schimmel auf der anderen, so Kollmann.

Zwei bis drei Wochen werden die Interviewer im Wohngebiet unterwegs sein. Jeder Befragte entscheide, ob er anonym bleiben möchte oder nicht, ob der Fragebogen in seiner Wohnung oder etwa im BGZ ausgefüllt werden solle, ob er das allein übernehme und ob zum Beispiel Fotos der Wohnräume gemacht werden oder nicht, hieß es.

Die Fragen betreffen unter anderem die Bereiche Stromversorgung, Heizungsanlage, Warmwasseraufbereitung, Aufzug, Parken, Gemeinschaftseigentum, Nebenkostenabrechnung und Hausverwaltung. Gefragt wird auch nach Ameisen, Schimmel, Feuchtigkeitsschäden und baulichen Schäden. Zurzeit seien vier Aufzüge kaputt, hieß es am Dienstag.

Angepeilt wird eine Auswertung der Befragung bis zum Ende der Sommerferien.  

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