Ehemaliges Gärtnerei-Areal wird zur „Driving Range“
Wo Golfträume wahr werden

Münster-Kinderhaus -

Ivo Hennigsen hat sich einen Traum erfüllt: An der Kanalstraße hat er eine Golf-Übungsanlage in Betrieb genommen.

Sonntag, 21.07.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 17:54 Uhr
Ivo Henningsen ist stolz auf seine „Driving Range“. Auch ein alter VW Santana kommt zum Einsatz – er dient als Ballfänger.
Ivo Henningsen ist stolz auf seine „Driving Range“. Auch ein alter VW Santana kommt zum Einsatz – er dient als Ballfänger. Foto: Fotos: sn

„Golf ist geil!“, sagt Ivo Henningsen klipp und klar. Er ist schlicht begeistert vom Spiel mit dem kleinen Ball. Am Freitag war Henningsen noch glücklicher als sonst: An der Kanalstraße eröffnete er seine eigene „Driving Range“, eine Golf-Übungsanlage, die auch die Besucher mehr als zufrieden stellen konnte.

Ein Traum wurde wahr für Henningsen: Schon lange Zeit hatte er das Projekt im Kopf und suchte nur nach einem geeigneten Grundstück. Auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Berning hat er es gefunden. Etwa zwei Hektar groß ist es: Genug Platz, um die Golfträume zu verwirklichen.

„Alle Golfspieler wollen sich verbessern“, meint Henningsen. Auf der Anlage fänden gute Spieler Aufgaben, die für sie schwer wären, und Anfänger solche, die sie motivieren könnten, am Ball zu bleiben. „Bei diesem Sport ist man nie zufrieden, und das ist gut so“, sagt der stolze „Driving Range“-Besitzer, der am Freitag jede Menge Hände schütteln musste. „Glückwunsch, Ivo!“, hörte er nicht nur einmal.

„Wir gucken uns das heute einmal an“, meinte ein älteres Ehepaar. Staunend sah man auch Wolfgang Weikert , den Präsidenten der „Vereinigung Clubfreier Golfspieler“ (VCG): „Das ist großartig hier“, meinte er. Er kennt sie alle, die Vorurteile über das angeblich elitäre Spiel. Hier sah er sie widerlegt: „Wenn man Golf zum Volkssport machen will, dann ist das hier der richtige Weg“, befand Weikert, der Henningsen für seine „Zähigkeit“ bei der Verwirklichung seiner Idee lobte.

Idyllisch ist die Anlage. Morgens höre man die Pferde der benachbarten Wiesen, abends sehe man die Fischreiher, so Henningsen, der viel Einfallsreichtum in seine „Driving Range“ einbringt. So hat er etwa einen alten VW Santana mit einem Fangkäfig versehen und holt damit die geschlagenen Bälle selbst wieder ein. Generationsübergreifend ist das Konzept, Kinder und Jugendliche sind ausdrücklich angesprochen, das Golfspielen zu erlernen. Kurz- und Langspiel sind möglich, eine Beach­bar sorgt für entspannte Atmosphäre während der Pausen. Die Anlage ist barrierefrei und für jeden erreichbar. „Wir machen das Unmögliche möglich“, verspricht Henningsen.

Ein Motto, das auch für seinen Traum stehen könnte, der jetzt Wirklichkeit geworden ist.

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