Bürgerinitiative Igelbach zum Hochwasserschutz
Kinderhaus soll besser vor Starkregen geschützt werden

Münster-Kinderhaus -

Die Bürgerinitiative (BI) Igelbach begrüßt die bisherigen Maßnahmen, die auch durch die gemeinsamen Gespräche im Arbeitskreis mit der Stadt Münster entstanden seien. Gleichzeitig kritisiert sie, die Maßnahmen würden nicht ausreichen, denn die Wassermassen der großen Flächen – in Verbindung mit einem Höhenunterschied von mehr als 20 Metern – könnten dadurch nicht aufgehalten werden.

Freitag, 09.08.2019, 15:46 Uhr
Verunreinigt zeigt sich die Umgebung des Einlaufbauwerkes.
Verunreinigt zeigt sich die Umgebung des Einlaufbauwerkes. Foto: Franz

Die Stadt Münster versucht derzeit, an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Maßnahmen zu ergreifen, um für den nächsten Starkregen besser gewappnet zu sein. So wurde zum Beispiel die Straße an der Gasselstiege im Bereich des Einlaufbauwerks etwas angehoben, um das Wasser vom Golfplatz zurückzuhalten.

Die Bürgerinitiative (BI) Igelbach begrüßt die bisherigen Maßnahmen, die auch durch die gemeinsamen Gespräche im Arbeitskreis mit der Stadt Münster entstanden seien. Das teilt deren Sprecher Andreas Franz mit. Gleichzeitig gibt es aber auch Kritik: „Die Maßnahmen werden nicht ausreichen, um einer erneuten Überflutung des Ortsteils Kinderhaus aus dieser Richtung entgegenzuwirken, weil die Wassermassen der großen Flächen – in Verbindung mit einem Höhenunterschied von mehr als 20 Metern – dadurch nicht aufgehalten werden können.“

Das begründet die BI damit, dass das Einlaufbauwerk im verrohrten Teil des Igelbachs nicht DIN-konform gebaut worden sei und fordert eine Nachbesserung.

Andreas Franz ergänzt: „Die Stadt versäumt es weiterhin, die Umgebung des Einlaufbauwerks regelmäßig zu säubern und von Verunreinigungen freizuhalten. So ist es möglich, dass bei Starkregen erneut Schwemmgut aus der Umgebung und vom Golfplatz den Einlauf zusetzt und die Katastrophe wieder ihren Lauf nehmen kann.“ Franz hat eine Reihe Fotos gemacht, die diese Gefahr bestätigen können.

Die BI kritisiert außerdem, dass die angebrachten Messeinrichtungen für den Wasserstand nicht helfen würden, da keine Alarmierung vorhanden sei. „Bei starkem Regen sitzen wir von der BI am Rechner und verfolgen den Wasserstand über einen Sensormanager im Internet“, sagt BI-Sprecher Andreas Franz, „bei Bedarf rufen wir dann die Feuerwehr.

Die „Ökologische Verbesserung“ des Golfplatzes ist aus Sicht der BI kein Beitrag zum Hochwasserschutz, wie Franz erläutert: „Die mäanderförmige Anlage des Igelbachs führt dazu, dass das An- und Abschwemmen von Material an den Seiten des Igelbachs in Richtung des Einlaufbauwerks befördert wird und die Feststoffe zu dessen Verstopfung beitragen.“ Fotos zeigen bereits vorhandene Sandablagerungen vor dem Rohr.

Weiter kritisiert die Bürgerinitiative Igelbach, dass der von der Stadt 2016 geplante zusätzliche Abfluss aus der Igelbachsenke bisher noch nicht realisiert wurde.

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