Andrang auf Kitsch und Krempel
Kitsch und Krempel ist begehrt

Münster-Kinderhaus -

Viele Besucher stöberten im reichhaltigen Fundus des Kitsch- und Krempelmarkts der Bürgervereinigung Kinderhaus. Er fand wie gewohnt vor dem Heimatmuseum statt.

Sonntag, 11.08.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 18:02 Uhr

Da liegt es: ein grünes Schwimmbrett für Kinder. Der Preis ist unschlagbar, also wird das Stück Plastik schnell mitgenommen. Das ist ganz im Sinne von Dr. Christopher Görlich . „Bei uns findet man eben alles, was man brauchen kann.“ Der Vorsitzende der Bürgervereinigung Kinderhaus steht hinter dem Grill bei der 15. Auflage des Kitsch- und Krempelmarkts am Heimatmuseum .

Der Andrang ist immer groß: Viele sind auf der Suche nach Exotischem und Schnäppchen wie beispielsweise Ulrike Westerkamp . Sie hat gleich einen ganzen Wagen voll Glas gekauft und freut sich sehr: „Ich bin extra aus der Stadt nach Kinderhaus gefahren, ich kenne den Markt schon.“ Immer werde sie fündig. „Man darf einfach nichts suchen, sondern die Sachen müssen den Käufer finden“, lautet ihr Erfolgsgeheimnis. Und was will sie mit dem ganzen Glas? „Ich arbeite ehrenamtlich in einem Seniorenheim und mache daraus Geschenke für Geburtstage“, so die einfache Erklärung.

Christopher Görlich hat alle Hände voll zu tun: Bereits um 6 Uhr stehen er und seine rund 20 ehrenamtlichen Helfer vor dem Museum, bauen Stände auf und schleppen die rund 100 schwer bepackten Kisten: „Ohne die vielen helfenden Hände wäre der Markt nicht möglich“, betont er.

Auch das Ehepaar Adolf und Karin Kaiser ist wieder mit von der Partie: „Ohne die beiden würde es einfach nicht gehen“, erklärt Görlich. „Denn alles, was abgegeben wird, muss gesichtet, katalogisiert und eingelagert werden. Und anschließen natürlich wieder ausgeräumt werden“, so der Vorsitzende.

Die Gemälde finden reißenden Absatz. „Ich kaufe allerdings nicht das Bild, aber der Rahmen ist einfach wunderschön“, erklärt ein Besucher. Fünf Euro soll das Bild kosten, Walter Schröer nimmt das Geld entgegen. „Wir haben manchmal auch wirklich Schätze dazwischen, hatten sogar schon einen Picasso dabei“, berichtet der stellvertretende Vorsitzende der Bürgervereinigung. Damals habe das nur niemand gewusst: „Das hat sich leider erst später her­ausgestellt.“

Auch der Stand im Garten mit Kinderspielzeug findet großes Interesse. „An den Ringen ist nichts dran, die sind wie neu“, stellt Martina Klein fest. Sie hält ein Spiel in der Hand, ist durch Zufall beim Bummeln auf den Markt gestoßen, wolle einfach nur mal schauen. „Es ist unglaublich, was angeboten wird – da kann man einfach nicht widerstehen.“

„Alle Helfer haben einfach tolle Arbeit geleistet“, betont Christopher Görlich. Ihr Einsatz zählt: „Denn wir brauchen die Einnahmen, um die Miete für das Museum weiterhin aufbringen zu können.“

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