Schauraum Kinderhaus
Kinderhaus wird zum Schauraum

Münster-Kinderhaus -

Wenn in Münster vom 5. bis 7. September wieder der „Schauraum“ für Kunst und Kultur öffnet, ist am Samstag Kinderhaus mit im Boot: mit seinen beiden Museen – Heimatmuseum und Lepramuseum – und mit der Container-Ausstellung des Projekts „Apokalypse Münsterland“.

Freitag, 23.08.2019, 18:36 Uhr
Das alte Pfründnerhaus ist am 2. September ein Spielort des „Schauraums“.Zu sehen ist die Container-Ausstellung Münsterland, bei der die Lepra-Puppe virtuell das Lepramuseum vertritt. Die Bürgervereinigung beteiligt sich mit ihrem Heimatmuseum an diesem Kunst- und Kultur-Event.
Das alte Pfründnerhaus ist am 2. September ein Spielort des „Schauraums“.Zu sehen ist auch die Container-Ausstellung Münsterland, bei der die Lepra-Puppe virtuell das Lepramuseum vertritt. Die Bürgervereinigung beteiligt sich mit ihrem Heimatmuseum an diesem Kunst- und Kultur-Event. Foto: Lepramuseum

Wenn in Münster vom 5. bis 7. September wieder der „ Schauraum “ für Kunst und Kultur öffnet, ist am Samstag auch Kinderhaus mit im Boot. Und zwar gleich mehrfach: mit seinen beiden Museen – Heimatmuseum und Lepramuseum – und mit der Container-Ausstellung des Projekts „Apokalypse Münster land“.

„Apokalypse Münster land“ ist eine Ausstellung mit Exponaten aus 28 Museen und Ausstellungshäusern im Münsterland, die vom Verein Münsterland mit Sitz in Greven auf die Beine gestellt worden ist. Als Botschafter des Kinderhauser Lepramuseums nimmt die Lepra-Puppe an der rollenden Ausstellung teil.

Am 7. September (Samstag) ist die Container-Ausstellung auf dem Außengelände des Lepramuseums zu Gast. Digitalisiert wurden von Museumsbesuchern ausgewählte Exponate von Studenten von Professor Ulrich Blum vom Fachbereich Architektur der Fachhochschule Münster: Dort wurde dafür wie berichtet der 3D-Scanner „EVA“ eingesetzt.

Die Lepra-Puppe ist eines der ältesten Exponate des Museums: Sie ist von Anfang an, seit 1986, dabei und stellt anschaulich die Auswirkung der Krankheit dar. Zu sehen sind die äußeren Zeichen der Krankheit.

Die Puppe trägt Verbände an Händen und Füßen, ein schwarzes Tuch um den Kopf und eine Gesichtsmaske, die Geschwüre zeigt. Sie führt Trinkflasche und Stock bei sich und die Klapper,mit der Kranke die Gesunden davor warnten, sich ihnen zu nähern und sich anzustecken.

Beim „Schauraum“ am 7. September in Kinderhaus sind neben der Container-Ausstellung auch beide Kinderhauser Museum von 16 bis 24 Uhr geöffnet.

Im Lepramuseum sind neben der Dauerausstellung „Geschichte der Lepra“ auch Fotografien von Michael Johann Dedeke zu sehen. Der Titel seiner Ausstellung lautet „Der Verfall der Dinge“. Das einstige Leprahospital war im Mittelalter ein Ort für die Verlorenen. Von verlorenen Orten handelt auch Michael Johann Dedekes Fotoserie, die dem Verfall der Körper den Verfall der Architektur gegenüberstellt, heißt es in der „Schauraum“-Ankündigung.

Zur Ausstellung von Michael Johann Dedeke gibt es um 16 Uhr, um 17 Uhr und um 18 Uhr Führungen. Von 19 bis 23 Uhr schließen sich im Lepramuseum stündlich Führungen zur „Geschichte der Lepra“ an.

Das Heimatmuseum zeigt neben seiner Dauerausstellung zur Geschichte von Kinderhaus Bilder, Plastiken und Skulpturen von Irmgard Loermann (1925–2006). Im Werk der Kinderhauser Künstlerin stehen Malerei und Bildhauerei gleichwertig nebeneinander.

Die Ausstellung „Suche nach Wahrheit“ endet am Sonntag (8. August) dem Tag des offenen Denkmals.

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