Talentschule beginnt
Fertigbauklassen für die Talentschule

Münster-Kinderhaus -

Mit dem neuen Schuljahr beginnt für die Waldschule Kinderhaus der Schulversuch Talentschule. Um räumlich für das sechsjährige Projekt gerüstet zu sein, soll sie Fertigbauklassen erhalten.

Mittwoch, 28.08.2019, 19:00 Uhr
Die Waldschule Kinderhaus gehört – als einzige Schule in Münster – zu den 35 Schulen in Nordrhein-Westfalen, die mit Start des neuen Schuljahrs am sechsjährigen Talentschulversuch teilnehmen.
Die Waldschule Kinderhaus gehört – als einzige Schule in Münster – zu den 35 Schulen in Nordrhein-Westfalen, die mit Start des neuen Schuljahrs am sechsjährigen Talentschulversuch teilnehmen. Foto: kaj

Jetzt startet an der Waldschule Kinderhaus mit den beiden fünften Eingangsklassen der Schulversuch Talentschule, der auf sechs Jahre angelegt ist. Schulministerin Yvonne Gebauer hat im Mai den offiziellen Startschuss für das Projekt gegeben. In Nordrhein-Westfalen nehmen 35 Schulen daran teil. An den Talentschulen geht es laut Yvonne Gebauer um die „Arbeit für noch mehr Chancengerechtigkeit“.

„Wir starten mit einer guten personellen Besetzung in den Talentschulversuch“, sagte Schulleiterin Susanne Schröder am Mittwoch. „Wir haben einen Stundenplan mit zwei zusätzlichen Stunden.“ In denen werde es um den MINT-Bereich gehen: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und zusätzlich Hauswirtschaft. Die Schulleiterin schätzt es sehr, dass die Waldschule Kinderhaus passend zum Schuljahresbeginn auch auf Wlan zurückgreifen kann. „Wir würden uns freuen, wenn zeitnah die räumliche Erweiterung in Angriff genommen wird“, fügt sie hinzu.

Diese Erweiterung ist auf dem Weg. Eine aktuelle Vorlage, die Anfang Oktober von der Politik in den Gremien und Ausschüssen beraten und abschließend am 9. Oktober im Rat entschieden wird, gilt dem räumlichen Mehrbedarf durch die Teilnahme am Schulversuch. Vorgesehen ist, dass zwei Fertigbauklassen von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule zum „nächstmöglichen Zeitpunkt“ zur Waldschule Kinderhaus versetzt werden.

Vor allem mangelt es an Büroflächen. Es geht laut Vorlage um ein zusätzliches Büro für die Verwaltung, drei Büros für sechs sozialpädagogische Kräfte und ein weiteres Büro für zwei Personen, die an drei Vormittagen Beratungsgespräche führen. Es sollen zwei Klassenräume ausgelagert werden, damit im Verwaltungstrakt dann diese Büroflächen dauerhaft geschaffen werden können.

Die beiden Fertigbauklassen sollen nach einem Ortstermin von Schulamt, Amt für Immobilienmanagement und Schulleitung im Schulhofbereich nordöstlich der Aula aufgestellt werden. „Wir sparen etwas Zeit, weil wir auf vorhandene Fertigbauklassen zurückgreifen können“, sagt Schulamtsleiter Klaus Ehling. Bei neuen dauere das ab Errichtungsbeschluss rund ein Jahr. „Ich hoffe, dass wir etwas schneller sind“, betont er. Einen genauen Zeitplan gebe es, so seine Rückfrage beim Amt für Immobilienmanagement, noch nicht. Aber es sei nicht so, dass man die Klassen einfach „an den Haken nehmen“ und umsetzen könne. Sie würden ausein­andergebaut und wieder aufgebaut. Insgesamt sei es wie ein kleiner Hausbau: Man brauche ein Fundament, Strom, Gas, Wasser und eine Baugenehmigung. Das sei in Vorbereitung. Zunächst muss die Vorlage beschlossen werden.

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