Lärmbeschwerden an der Sammelstelle von E-Scootern
Hoffnung auf ruhige Nächte

Münster-Kinderhaus -

Was für die einen neuen Fahrspaß auf Münsters Straßen bedeutet, sorgt bei den Anliegern der Coermühle für weniger Ruhe. Denn eingesammelt werden die Scooter zu nächtlicher Stunde.

Freitag, 06.09.2019, 19:00 Uhr
Hofft auf ruhige Nächte an der Coermühle: Anwohner Christian Janzen, der direkt gegenüber der nächtlichen Sammelstelle der E-Scooter wohnt.
Hofft auf ruhige Nächte an der Coermühle: Anwohner Christian Janzen, der direkt gegenüber der nächtlichen Sammelstelle der E-Scooter wohnt. Foto: kaj

500 E-Scooter sind täglich in Münster unterwegs. Gesammelt und gewartet werden sie seit knapp drei Monaten in der Halle eines Firmengebäudes an der Coermühle. Was für die einen neuen Fahrspaß auf Münsters Straßen bedeutet, sorgt bei den Anliegern der Coermühle für weniger Ruhe. Denn eingesammelt werden die Scooter zu nächtlicher Stunde.

An der Halle an der Coermühle starten gegen 23 Uhr die Fahrer, die die Roller für die Firma „Tier“ einsammeln. Zwischen 2 und 3 Uhr sind sie wieder da und bringen die Scooter zurück.

Lautstarke Begrüßungen auf dem Hof, Hupen, Ausladen bei offenen Toren ist es, was Nachbarn wie Christian Janzen , der direkt gegenüber wohnt, für die vergangenen Wochen monierten. Sie suchten das Gespräch mit der Firma und wandten sich auch ans Ordnungsamt .

„Ich habe durchaus den Eindruck, dass es nicht mehr so laut ist wie vorher, aber noch nicht leise“, sagt Janzen. Die Huperei habe sich reduziert, ebenso die laute Unterhaltung vor dem Tor, das meistens zu sei. „Aber das wird auch schon wieder vergessen.“

Auch Anwohnerin Eva-Maria Bleker war in den vergangenen Wochen „viermal nachts da, um um Ruhe zu bitten“. Sie hat den Eindruck, dass es inzwischen kurzfristig leiser war. Zu den letzten drei Nächten könne sie keine Aussage treffen, sie habe zum Einschlafen das Fenster zu und das Radio leise angemacht.

Christian Janzen denkt in puncto Lärmbelastung auch an den vergangenen Samstag. Gegen 23.30 Uhr hätten die Fahrzeuge hintereinander an der Coermühle gestanden bis fast zur Sprakeler Straße, die Motoren seien laufen gelassen worden, Musik sei aus den Fahrzeugen geschallt. „Es war ein sehr unerfreulicher Samstag“, sagt der Kinderhauser. Besonders wenn man morgens um 6 Uhr wieder aufstehen müsse, sei es schwer in den Schlaf zu finden.

Sein Fazit nach einem Gespräch mit einem Firmenmitarbeiter: „Es ist ein Bemühen da, aber im Griff ist das Problem noch nicht“, ist sein Eindruck.

„Im Großen und Ganzen sind die Beschwerden rückläufig“, sagt Johannes Junge-Wentrup, „Tier“-City-Manager Münster. Er habe auch mit dem Ordnungsamt gesprochen. Es habe Ansprachen an die Fahrer gegeben. Zwölf bis 14 Fahrer arbeiteten in Münster für Tier. Die Firma habe Vorkehrungen gegen Lärmbelästigung getroffen: „Das Tor wird für die Fahrer einzeln aufgemacht.“ Die Disponenten, die für den Ablauf an der Coermühle zuständig sind, hätten den Auftrag zu kontrollieren, dass die Pausen im Pausenraum stattfänden und nicht im Außenbereich. Junge-Wentrup: „Wir nehmen alle Beschwerden ernst.“

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