St. Josef – Kirchengeschichte in Bildern
St. Josef Kinderhaus in Bildern

Münster-Kinderhaus -

Walter Schröer, stellvertretender Vorsitzender der Bürgervereinigung Kinderhaus, hat die Geschichte der Kinderhauser Pfarrkirche St. Josef, deren Anfänge im 14. Jahrhundert liegen, erforscht. Daraus ist ein reich bebildertes Buch entstanden: Es heißt „St. Josef Kinderhaus“ und beschreibt die Entwicklung von der Leprakapelle zur Pfarrkirche.

Dienstag, 15.10.2019, 19:00 Uhr
Walter Schröer widmet sein drittes, reich bebildertes Buch der Pfarrkirche St. Josef Kinderhaus.
Walter Schröer widmet sein drittes, reich bebildertes Buch der Pfarrkirche St. Josef Kinderhaus. Foto: Katrin Jünemann

Zur Pfarrkirche St. Josef hat Walter Schröer eine besondere Beziehung: Er hat dort geheiratet. Und er hat die Geschichte dieses alten Gotteshauses, dessen Anfänge im 14. Jahrhundert liegen, erforscht. Daraus ist ein reich bebildertes Buch entstanden: Es heißt „St. Josef Kinderhaus“ und beschreibt die Entwicklung von der Leprakapelle zur Pfarrkirche.

Der stellvertretende Vorsitzende der Bürgervereinigung Kinderhaus hat viele Bilder, Fotos und Ansichten aus seinem Archiv ausgewählt. „Von Kinderhaus habe ich rund 20 000 Fotos“, schätzt Schröer: Das teile sich auf in 9300 Dias, 6000 digitale Bilder und auf Positive.

Schröers Bilderreise mit detaillierten Erläuterungen beginnt im 14. Jahrhundert mit der Kapelle außerhalb des Leprosoriums. Er widmet sich ausführlich der Baugeschichte, den Glocken, der Kirchenausstattung, streift Fenster und Pfarrleben. Der Leser erfährt viele Details über die schöne, alte Kirche.

Bei Ausschachtungsarbeiten zum Bau der Sakristei 1993 sei dort ein Pferdeknochen gefunden worden, was darauf hindeuten könnte, dass sich dort einst eine heilige Stätte der Germanen befunden haben könnte, spekuliert Schröer.

Sicher ist indes, dass Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen den heutigen Turm erbauen ließ. Zuvor habe es eine kleine „Laterne“, einen kleinen, offenen Glockenstuhl auf der Kirche gegeben, der auch auf dem alten Altarbild von den Heiligen Elisabeth und Gertrud zu sehen ist, das sich heute im Archiv des Landesmuseums befindet. Nachdem der Glockenstuhl bei einem Sturm in das Kirchenschiff gefallen sei, kam der neue Turm des Fürstbischofs.

Als 1908 die Kirchengemeinde St. Josef gegründet wurde, gab es einen neuen Schub für die Kinderhauser Pfarrkirche. Pfarrer Christoph Bispinck ließ vieles neu gestalten: Hochaltar, Beichtstuhl, Chorgestühl, Taufbrunnen und Kanzel etwa. Pfarrer Bispinck habe Hilger Hertel den Jüngeren damit beauftragt, erzählt Walter Schröer.

Die Gemeinde wuchs, die Kirche zog nach: „1921/1922 wurde St. Josef um zwei kleine Seitenschiffe erweitert, die Platz für 120 Personen boten“, berichtet der Kinderhauser. Das habe bis 1953 gereicht. Dann wurde erneut erweitert. Das Architekturbüro Kösters und Balke habe die Idee gehabt, das Gebäude zu verlängern und ein zweites Seitenschiff mit vergrößertem Chorraum anzubauen, erläutert Walter Schröer. Damit verbunden war eine Umgestaltung des Innenraums. So verschwand etwa der Säulenaltar.

1971, als Pfarrer Karl Stindt nach Kinderhaus kam, seien alle Innentüren der Kirche weiß gestrichen worden, erinnert sich Schröer. Es gab einen neuen Altar, auch das Kreuz über dem Altar stammt aus der Zeit von Pfarrer Stindt.

1999 war ein besonderes Jahr für die Pfarrkirche St. Josef: Die neue Klais-Orgel wurde eingebaut – es war ein Meilenstein für die Musik in dieser Kirche. Der Klang dieser Orgel aus dem über 100 Jahre alten Familienunternehmen erfreut seither Gottesdienst- und Konzertbesucher. 2008 erhielt die Kirche neue, von der Künstlerin Silke Rehberg gestaltete „Kreuzweg-Fenster“.

Bau-Geschichte wurde dann noch einmal durch das Hochwasser von 2014 geschrieben: Auch die Pfarrkirche St. Josef war von den Fluten betroffen. Heizung, Elektrik, Beleuchtung, Technik und Fußboden mussten erneuert werden – und in einem Rutsch wurde das Gewölbe der alten Kirche saniert.

Walter Schröer erzählt die Geschichte der Pfarrkirche vor allem in Bildern. Nach dem „Spaziergang durch Kinderhaus“ und „Kinderhaus in Grafik und Malerei“ (2018) ist diese Veröffentlichung sein drittes Kinderhaus-Buch. Er gibt es zum Selbstkostenpreis von 59 Euro auf Bestellung, ✆ 01577 / 314 77 35, ab.

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