Ärger über nächtliche Runden auf der Tribüne
Ungebetene Gäste auf der Tribüne

Münster-Kinderhaus -

Ärgerlich ist Westfalia Kinderhaus über nächtliche Runden auf der Tribüne, insbesondere weil die Hinterlassenschaften am nächsten Morgen dann von Mitarbeitern des Sportvereins entfernt werden müssen. Denn nachmittags ab 16 Uhr trainieren in der Woche auf dem Hauptplatz Jugendmannschaften.

Donnerstag, 17.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 18:08 Uhr
Ein 1,60 Meter hoher Zaun umgibt die Tribüne und den großen Rasenplatz: Für ungebetene Gäste offenbar kein Hindernis. Über Hinterlassenschaften nächtlicher Feiern ärgert man sich bei Westfalia: Alles muss weggeräumt werden, denn nachmittags trainieren auf Platz 1 die Jugendmannschaften, die auf der Tribüne ihre Taschen regensicher abstellen können.
Ein 1,60 Meter hoher Zaun umgibt die Tribüne und den großen Rasenplatz: Für ungebetene Gäste offenbar kein Hindernis. Über Hinterlassenschaften nächtlicher Feiern ärgert man sich bei Westfalia: Alles muss weggeräumt werden, denn nachmittags trainieren auf Platz 1 die Jugendmannschaften, die auf der Tribüne ihre Taschen regensicher abstellen können. Foto: kaj

Ein Einbruch in die Vereinsgaststätte „Hütte“ Anfang Oktober, zwei Wochen später ein Einbruchsversuch an der provisorisch reparierten Eingangstür und ungebetene nächtliche Gäste an mehreren Tagen dieser Woche auf der Tribüne des SC Westfalia Kinderhaus – der Monat ist bislang nicht so gut gelaufen bei Westfalia.

Ärgerlich ist der Verein über die nächtlichen Runden auf der Tribüne, insbesondere weil die Hinterlassenschaften am nächsten Morgen dann von Mitarbeitern des SC Westfalia entfernt werden müssen. Denn nachmittags ab 16 Uhr trainieren an jedem Tag in der Woche auf dem Hauptplatz Jugendmannschaften.

Da kommt es nicht gut, wenn eine halbleere Wodka-Flasche auf der Tribüne herumsteht, auf der Kinder und Jugendliche während des Trainings, insbesondere wenn es regnet, ihre Sportsachen abstellen.

Ein 1,60 Meter hoher Zaun umgibt Tribüne und Rasenplatz. Anscheinend kein wirkliches Hindernis. „Unschön“, ist die Vokabel, die Westfalias Vorsitzender Magnus Hömberg benutzt, wenn es um die ungebetenen nächtlichen Visiten auf der Tribüne am großen Rasenplatz geht. „Schlechtes Wetter, Regen, Ferien – das kann ich alles nachvollziehen“, sagt er. Aber es sei ärgerlich, wenn man hinter anderen herräumen müsse. Das koste Zeit, Zeit koste Geld.

„Es wurden neben Dreck und Essensresten auch Zigarettenstummel und Alkoholflaschen (zum Teil harter Alkohol) entfernt“, heißt es auf der Internetseite des Vereins. Der Vorstand bittet die Mitglieder darum, Augen und Ohren offen zu halten, „damit wir diese Situation gemeinsam unterbinden“.

„Das Problem ist, wir versuchen den Lärm gering zu halten“, sagt Vorsitzender Magnus Hömberg, „und dann kommen Dritte, die bei uns Party feiern“. Das falle auf Westfalia zurück.

Nächtliche Besuche habe es von Sonntag auf Montag, von Montag auf Dienstag (mit zerdepperten Flaschen) und von Dienstag auf Mittwoch gegeben, berichtet Sven Schlüter , Geschäftsführer des Kinderhauser Sportvereins. Er geht davon aus, dass es sich bei den nächtlichen Besuchern um unterschiedliche Gruppen gehandelt habe.

Schlüter hat mit der Bezirkspolizei und dem Ordnungsamt telefoniert. Sie seien informiert und wollten ab sofort häufiger Kontrollrunden zur Sportanlage fahren, berichtet er am Donnerstag.

Beschädigungen habe es an der Tribüne bisher nicht gegeben, sagt Sven Schlüter. Es gehe aktuell darum, präventiv tätig zu werden. Das Sportgelände des Kinderhauser Vereins sei keine öffentliche Fläche: Das gelte genauso für den Kunstrasenplatz, der auch schon mehrmals von anderen genutzt worden sei – und dann insgesamt früher abgenutzt sein wird, so die Befürchtung. Gewartet und gepflegt werde er von Westfalia Kinderhaus.

„Es wäre wichtig, eine neue Fläche für den vereinsungebundenen Sport zu schaffen“, unterstreicht Westfalias Geschäftsführer: „Diese Flächen fehlen im Stadtteil.“

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