Push für Kinderhaus erwünscht
Mehr Charme für Kinderhaus

Münster-Kinderhaus -

Wie sieht es aktuell aus mit der Aufenthaltsqualität in Kinderhaus? Da lässt sich einiges optimieren, ist die Meinung der Politik.

Freitag, 25.10.2019, 07:00 Uhr
„Ein Trauerspiel“ sei die Gestaltung des kleinen Platzes zwischen altem und neuem Zentrum finden (v.l.) Thomas Kollmann, Dolores Waßenberg-Kampf und Reinhard Wack (SPD).
„Ein Trauerspiel“ sei die Gestaltung des kleinen Platzes zwischen altem und neuem Zentrum finden (v.l.) Thomas Kollmann, Dolores Waßenberg-Kampf und Reinhard Wack (SPD). Foto: kaj

Das Großprojekt Zentrumserweiterung liegt jetzt schon einige Jahre zurück, der nächste großen Wurf ist in der Pipeline: das Quartier Moldrickx, in dem 250 neue Wohnungen entstehen sollen. Doch wie sieht es aktuell aus mit der Aufenthaltsqualität in Kinderhaus? Da lässt sich einiges optimieren, ist die Meinung der Politik. Und so unterstützt die Bezirksvertretung Nord einstimmig einen Vorstoß der SPD .

Bis zum Jahresende, so der Antrag, der ungeteilte Zustimmung fand, sollen von der Stadtverwaltung Konzepte zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität erarbeitet und vorgelegt werden. Die nächste und letzte Sitzung der Bezirksvertretung Nord in diesem Jahr ist allerdings schon am 19. November im Bürgerhaus.

Doch die SPD hat konkrete Beispiele benannt. Ein Anliegen sind zum Beispiel Sitzgelegenheiten für ältere Menschen, die im Kinderhauser Zentrum unterwegs sind. Wer beispielsweise vom Bürgerhaus aus eines der Geschäfte in Richtung Burloh-Kreisel aufsucht und anschließend noch ins neue Zentrum möchte, findet auf dieser Strecke via Kreisel keine einzige Bank. „Man sieht die älteren Leute dann auf ihren Rollatoren sitzen“, hat SPD-Ratsherr Thomas Kollmann beobachtet.

Das sei aber keine Lösung. Eine Erleichterung könnten schon Sitzschalen sein, meint er. Dafür gebe es eigentlich genug Platz im Bereich der Gebäudeecke des neuen Zentrums am Burloh-Kreisel.

Attraktiver werden könnte, so ein weiterer Vorschlag, auch der lange Grüngürtel am Langebusch. Er eigne sich sehr gut, um dort Spiel- und Bewegungselemente zu platzieren, schlägt Kollmann vor. Ob Greisheim oder Brühl – es gibt schon Beispiele für eine „besitzbare und bespielbare“ Stadt mit mehr Lebensqualität.

Auch kinderfreundliche und sichere Wegeverbindungen vom künftigen Wohnquartier Moldrickx in die umliegenden Bereiche wären nach Ansicht der Politik Beispiele für eine qualitätvolle Gestaltung.

Und dann geht es – mal wieder – um den Platz zwischen altem und neuem Zentrum. Dort laufen viele Passanten entlang. Dort ist eine zentrale Verbindungsstelle im Zentrum des Stadtteils.

Momentan ist der Platz mit Schotter bestreut. Die Bäume, die schon einmal ausgetauscht wurden, weil die vorherigen vertrocknet waren, sind anscheinend auch bald schon wieder hin­über.

„Die Gestaltung des Platzes ist ein Trauerspiel“ finden die Sozialdemokraten Thomas Kollmann, Dolores Waßenberg-Kampf und Reinhard Wack beim Anblick dieser Location. „Wenn dieser Platz so in der Innenstadt angeboten würde, gäbe es viel Protest“, ist Thomas Kollmann sicher.

Und so steht die „Aufwertung des Schotterplatzes zwischen Idenbrockplatz und Kristiansandstraße“ als letzter, aber wichtiger Punkt unter den Beispielen, an denen eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität im Stadtteil Kinderhaus ansetzen könnte.

 

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