Lotsendienst an der Paul-Schneider-Schule
Eltern in gelben Warnwesten

Münster-Kinderhaus -

Um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen, hat die Elternschaft der Paul-Schneider-Schule jetzt einen Lotsendienst eingerichtet

Samstag, 02.11.2019, 06:00 Uhr
Einen Lotsendienst hat die Elternschaft der Paul-Schneider-Schule jetzt an der Ampel am Pastorsesch eingerichtet (v.l.): Jana Hallek, Olga Fuchs und Saskia Gellinek. Ein Großteil der 280 Schüler überquert an dieser Ampel die vielbefahrene Kristiansandstraße.
Einen Lotsendienst hat die Elternschaft der Paul-Schneider-Schule jetzt an der Ampel am Pastorsesch eingerichtet (v.l.): Jana Hallek, Olga Fuchs und Saskia Gellinek. Ein Großteil der 280 Schüler überquert an dieser Ampel die vielbefahrene Kristiansandstraße. Foto: kaj

Die Elternschaft der Paul-Schneider-Schule versucht seit Langem, den Schulweg ihrer Kinder sicherer zu machen. Die meisten der 280 Mädchen und Jungen, die die Grundschule am Pastorsesch besuchen, müssen die vielbefahrene Kristiansandstraße überqueren.

Jetzt haben sich die Eltern entschieden, einen Lotsendienst an der Ampel am Pastorsesch an der Kristiansandstraße einzurichten. Auch mit Blick auf die kommenden Kinderhauser Großbaustellen: Anfang des Jahres beginnt der Neubau der Grundschule am Kinderbach und der Mensa fürs Kinderhauser Schulzentrum, das nur ein paar Hundert Meter entfernt an der Von-Humboldt-Straße liegt. Später im Jahr folgt das Wohnquartier Moldrickx. Baustellenverkehr wird es genug geben.

Einen einwöchigen Probelauf für den Lotsendienst gab es vor den Sommerferien. Nach den Herbstferien ist er nun gestartet. Morgens von 7.45 bis 8.05 Uhr steht ein Elternteil an der Pastors­esch-Ampel. „Die Autofahrer passen mehr auf, wenn sie die Eltern in ihren gelben Westen sehen“, berichtet Saskia Gellinek vom „Arbeitskreis sicherer Schulweg“. Und auch für die Kinder sei es ein gutes Gefühl, jemandem zu haben, den sie ansprechen könnten. „Wir greifen nicht in den Verkehr ein“, erklärt sie. Die Eltern stehen an der Ampel und passen auf. Organisiert wird der Lotsendienst per Whats­app. Zurzeit gibt es zehn Eltern, die mitmachen. Saskia Gellinek setzt auf weiteren Zulauf, zumal die Bitte, sich zu beteiligen, erst kurz vor den Herbstferien an die Eltern gegangen sei.

Die Elternschaft hat schon diverse Anläufe gestartet, um die Situation vor der Schule zu entschärfen. In puncto Tempo 30 auf dem Stück der Kristiansandstraße vor der Schule beißen sie bei der Verwaltung immer noch auf Granit. Vor den Sommerferien habe es einen Termin mit der Verwaltung gegeben. Wie gehabt werde mit der postalischen Adresse argumentiert: Weil der Schuleingang am Pastorsesch liegt und nicht an der Kristiansandstraße, ist laut Verwaltung Tempo 30 nicht möglich. Obwohl sehr viele Kinder die Kristiansandstraße überqueren.

Gefährliche Situationen können für die Schulkinder zudem beim Abbiegen von Fahrzeugen aus dem Pastors­esch in Richtung Grevener Straße entstehen. Die Eltern hoffen nach wie vor darauf, dass wenigstens ihr Vorschlag umgesetzt wird, an der Ampel gelbe Blinklichter anzubringen, die aktiviert werden, wenn die Ampel für Fußgänger Grün zeigt. Damit würde die Aufmerksamkeit der Fahrzeugführer auf die Ampel gelenkt. Und ein Hinweisschild an der Kristiansandstraße auf Schulkinder sollte doch eigentlich auch kein großes Problem darstellen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7035696?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F139%2F
Nachrichten-Ticker