Reparatur des beschädigten Westfalia-Clubheims läuft an
Der Brandsanierer hat das Wort

MÜNSTER-KINDERHAUS -

Clubhaus und „Hütte“ sollen nach der Brandstiftung sicherer werden. Aber wie geht das?

Mittwoch, 13.11.2019, 05:30 Uhr
Die Tür zur „Hütte“ bleibt nach der Brandstiftung im Vereinsheim von Westfalia Kinderhaus erstmal abgesperrt. Der Schaden in der Tür stammt nicht vom Feuer sondern von einem vorherigen Einbruchsversuch.
Die Tür zur „Hütte“ bleibt nach der Brandstiftung im Vereinsheim von Westfalia Kinderhaus erstmal abgesperrt. Der Schaden in der Tür stammt nicht vom Feuer sondern von einem vorherigen Einbruchsversuch. Foto: jans

Zwei bis drei Monate könnte es dauern, bis die Schäden der Brandstiftung vom 2. November im Vereinsheim von Westfalia Kinderhaus (wir berichteten) beseitigt sind, glaubt Magnus Hömberg , erster Vorsitzender des Vereins. Westfalia-Geschäftsführer Sven Schlüter hofft, dass die beliebte Vereinsgaststätte „Hütte“ Anfang 2020 wieder öffnen kann.

Der Vereinsvorstand verständigte sich bei seiner jüngsten Sitzung darauf, in puncto Absicherung des Clubheims den Rat der Polizei einzuholen. „Bevor wir teure Maßnahmen beschließen“, müsse so geklärt werden, was wirklich nötig sei, so Hömberg. „Wir wollen das Vernünftige und das Richtige tun“, betonte er.

So sei es beispielsweise wenig sinnvoll, überall am Sportheim Kameras zu installieren. Es müsse zunächst überlegt werden, wo diese Überwachung überhaupt durchgeführt werden dürfe und wie Persönlichkeitsrechte der Nutzer des Vereinsheims dabei zu schützen sind. Außerdem müsse bei einer Kameraüberwachung klar sein, wer wann wo überhaupt vor den Bildschirmen sitzen könne.

Rückmeldung

Hömberg hofft auf eine Rückmeldung der Polizei noch in dieser Woche, damit die Beratungen zur Absicherung des Vereinsheims beginnen können.

Erste Weichen für die Sanierung des Brandschadens in vermutlich sechsstelliger Höhe wurden inzwischen gestellt. Die Versicherung gab die Brandstelle frei, so Hömberg. Am gestrigen Dienstag wurde ein Brandsanierer beauftragt, der den Schaden in Augenschein nehmen wird und entscheidet, wie bei der Reparatur vorgegangen werden soll. Beispielsweise müsse geklärt werden, ob die Kassettendecke des Heims gereinigt werden kann oder ob sie ausgetauscht werden muss. „Der Rauch ist schon ordentlich durchgezogen“, so der Vorsitzende. Er freut sich über viele Hilfsangebote aus den verschiedenen Vereins-Abteilungen. „Wir hoffen, dass wir sie nicht brauchen“, sagt er mit Blick auf die Leistungen der Versicherung.

Kontrolle

Inzwischen fordert auch die CDU angesichts des Brandes „mehr Sicherheit für Westfalia Kinderhaus“. Die Ratsherren Stefan Leschniok und Olaf Bloch sprechen sich in einer Pressemitteilung für eine verstärkte Kontrolle des Heims durch den Kommunalen Ordnungsdienst aus.

Ein 17-Jähriger, der verdächtigt wird, diese und eine weitere Brandstiftung sowie Einbrüche im Clubheim begangen zu haben, wurde in Untersuchungshaft genommen.

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