Als „Talentschule“ braucht die Waldschule mehr Platz
Container sollen Raumnot lindern

MÜNSTER-KINDERHAUS -

Einerseits ist der neue Titel eine Auszeichnung. Andererseits bedeutet er, dass Schüler bald umziehen müssen.

Donnerstag, 14.11.2019, 05:30 Uhr
Zwei dieser Fertigbauklassen, die momentan noch an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in der Aaseestadt stehen, werden in den nächsten Monaten zur Kinderhauser Waldschule umziehen. Die „Talentschule“ wird darin zwei Klassen unterbringen..
Zwei dieser Fertigbauklassen, die momentan noch an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in der Aaseestadt stehen, werden in den nächsten Monaten zur Kinderhauser Waldschule umziehen. Die „Talentschule“ wird darin zwei Klassen unterbringen.. Foto: sch

Zwei Container sollen wandern. Noch stehen die sogenannten Fertigbauklassen auf dem Hof der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in der Aaseestadt. Spätestens Ende 2020 sollen sie als zusätzliche Räume für die Kinderhauser Waldschule bereitstehen, wenn die Ortspolitiker eine entsprechende Vorlage der Verwaltung absegnen.

Susanne Schröder , Leiterin der Waldschule, wünscht sich allerdings, dass die neuen Räume schon früher fertig sind. „Meine Hoffnung ist, dass die Arbeiten bis zu den Sommerferien erledigt werden“, so Schröder.

Mit dem Aufstellen der Container wird auch nach außen deutlich, dass die Waldschule bei einem Schulversuch der Landesregierung als „Talentschule“ ausgewählt wurde (wir berichteten). „Die Umsetzung des pädagogischen Konzepts erfordert zusätzliche Raumressourcen“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung zur Container-Aufstellung.

Förderprofil

An den „Talentschulen“ soll exemplarisch erprobt werden, „wie die Entkoppelung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg an Schulstandorten mit besonderen Herausforderungen gelingen kann“, teilt das Landesministerium für Schule und Bildung auf seinem „Bildungsportal“ im Netz mit (www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulentwicklung/Talentschulen). Die am Schulversuch teilnehmenden Schulen sollen „ein besonderes fachliches Förderprofil aufbauen“, heißt es weiter. Insgesamt 35 „Talentschulen“ streben dieses Ziel im Schuljahr 2019/ 2020 an. Der Schulversuch ist auf sechs Jahre terminiert. „Wir haben einen Stundenplan mit zwei zusätzlichen Stunden“, betonte Schulleiterin Susanne Schröder zum Schuljahresbeginn gegenüber dieser Zeitung. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und Hauswirtschaftslehre sollen in diesem Zeitfenster im Sinne der „Talentschul-Idee“ vertieft werden. „Da wird projektorientiert gearbeitet“, so die Schulleiterin.

Schon zu Beginn des Schuljahres war aber klar, dass dazu eine räumliche Erweiterung nötig wird. Benötigt werden vor allem Büroflächen sowie Räume für individuelle Beratungen. Daher sollen zwei Klassen in die Container umziehen. Im Schulgebäude werde es dann kleinere Umbauten geben. Da in der Schule aber noch weitere Räume benötigt werden, soll zudem versucht werden, momentan ungenutzte Flächen wieder zu reaktivieren.

Sitzung

275 000 Euro soll die Aufstellung der Container laut Beschlussvorlage der Verwaltung kosten, über die die Bezirksvertretung Münster-Nord in ihrer Sitzung am Dienstag (19. November) ab 17 Uhr im Bürgerhaus berät. Die Verwaltung rechnet zudem mit Folgekosten in Höhe von 25 300 Euro.

Schulleiterin Schröder verbindet mit dem Aufbau der Container auch eine Hoffnung: Sie wünscht sich, dass die Mobilklassen später einmal durch einen Anbau ersetzt werden.

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