Scholl-Ballon in der Stratosphäre
Scholl-Bilder aus der Stratosphäre

Münster-Kinderhaus -

In 34 Kilometer Höhe ist der Stratosphärenballon aufgestiegen, den das Geschwister-Scholl-Gymnasiums nach zwei Monaten Vorbereitung auf dem Sportplatz von Westfalia Kinderhaus gen Himmel schickte. Es war schon der zweite Stratosphärenballon, den naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schüler steigen ließen

Dienstag, 26.11.2019, 18:17 Uhr
Die Sonde der Scholl-Schüler machte Bilder in der Stratosphäre.
Die Sonde der Scholl-Schüler machte Bilder in der Stratosphäre. Foto: Scholl-Gymnasium

In 34 Kilometer Höhe ist der Stratosphärenballon aufgestiegen, den das Geschwister-Scholl-Gymnasiums nach zwei Monaten Vorbereitung auf dem Sportplatz von Westfalia Kinderhaus gen Himmel schickte. Es war schon der zweite Stratosphärenballon, den naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schüler steigen ließen.

An Bord befanden sich diesmal zwei Action-Cams, zwei GPS-Tracker, ein Datenlogger für Position, Höhe, Luftdruck, Innen- und Außentemperatur, jede Menge Batterien und dazu ein selbst gebautes Ozon-Messgerät, berichtet MINT-Koordinator Markus-Rommen. Alles wurde verpackt und gut verstaut in einer kleinen Styroporkiste, die an einem 1600-Liter-Ballon mit einem Fallschirm hing. Dann begannen die 35 Schüler des Informatik- und Naturwissenschaftskurses der Klasse 10 der Lehrer Katrin Weidmann, Ralph Carrie und Markus Rommen mit der Befüllung des Ballons und der Vorbereitung der Technik.

Unter der Aufsicht der Chemie-Lehrerin Jana Körschkes wurde der Ballon mit über 4000 Liter Ballongas befüllt, heißt es in der Pressemitteilung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. An der Technik wurde noch bis zuletzt gebastelt. Als das Geschwister-Scholl-Gymnasium vor zwei Jahren einen Wetterballon in die Stratosphäre schickte, konnte die Sonde wegen des Ausfalls des GPS-Trackers erst nach Wochen bei Rheinkamp am Niederrhein gefunden werden. Der Ballon erreichte damals eine Höhe von ziemlich genau 29 000 Metern. Diesmal sollte es besser laufen: Daher wurde nicht nur ein zweiter GPS-Tracker in die Sonde eingebaut, sondern auch die Gasbefüllung des Ballons noch exakter durchgeführt.

Ein Wetterballon trug die Messgeräte in 34 Kilometer Höhe. Die Sonde landete unbeschädigt in Ostwestfalen.

Ein Wetterballon trug die Messgeräte in 34 Kilometer Höhe. Die Sonde landete unbeschädigt in Ostwestfalen. Foto: Geschwister-Scholl-Gymnasium

Diesmal fanden die Sucher, Schüler der „Bergungsgruppe“ in zwei Pkw mit Lehrern und Eltern, die Sonde noch am selben Tag. Die vorausberechnete Route ergab einen Landeplatz in der Nähe von Lippstadt. Dort sollte die Sonde gegen 15.30 Uhr nach zwei Stunden Flugzeit wieder auf dem Boden gelandet sein. Das klappte nicht. Der Suchtrupp fuhr weiter in Richtung Salzkotten / Paderborn. Schließlich fand die Bergungstruppe den roten Fallschirm vor Anbruch der Dunkelheit auf dem Acker.

Die Sonde war ohne sichtbare Beschädigungen gelandet. Nach dem Öffnen sah man, dass alle Instrumente noch einsatzfähig waren – die Speicherkarten waren voll, die Akkus fast leer und alles entsprechend bereit zur Bergung. Die erste kurze Auswertung vor Antritt der Rückfahrt verriet: „Der Wetterballon war deutlich über 34 000 Meter hoch“. Die Firma Nordson hat das Projekt der Schule in diesem Jahr unterstützt.

Die Schüler haben vieles gelernt: zum Beispiel über den Bau der Sonde, die Technik, die Kommunikation, die rechtlichen Bedingungen, die Beschaffung von Materialien oder die Planung der Flugroute.  

Zum Thema

Die Auswertung der Daten, die Dokumentation und die Aufnahmen der Sonde werden in der MINT-Nacht am 6. Dezember im Gymnasium vorgestellt. Dort sind weitere spannende Projekte aus dem mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bereich am Geschwister-Scholl-Gymnasium zu sehen.

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