Gebäude hat Setzrisse
Diakonie-Gebäude hat Setzrisse

Münster-Kinderhaus -

Eher als erwartet wird das Diakonie-Gebäude an der Westhoffstraße abgerissen: Es hat Setzrisse.

Mittwoch, 04.12.2019, 19:00 Uhr
Eher als erwartet wird das alte Diakonie-Gebäude an der Westhoffstraße abgerissen. Laut Diakonie hat sich herausgestellt, dass durch die Gründungsarbeiten Setzrisse aufgetreten sind.
Eher als erwartet wird das alte Diakonie-Gebäude an der Westhoffstraße abgerissen. Laut Diakonie hat sich herausgestellt, dass durch die Gründungsarbeiten Setzrisse aufgetreten sind. Foto: kaj

Der ohnehin schon ambitionierte Zeitplan für das Neubauprojekt der Diakonie an der Westhoffstraße wird wohl noch einen Zacken zulegen: Denn das alte Gebäude, das momentan noch auf dem Grundstück steht, hat Setzrisse, wird deshalb nicht mehr genutzt – und soll nun eher als vorgesehen abgerissen werden.

Vor zwei Wochen war gerade der symbolische erste Spatenstich für das Bauvorhaben der Diakonie Münster auf dem Grundstück an der Westhoffstraße 126. Sie investiert dort 1,8 Millionen Euro: Drei Gebäude sollten innerhalb von zwei Jahren auf dem Baugelände entstehen, hieß es. So wie es momentan aussieht, könnte es aber deutlich schneller gehen.

Bei den Gründungsarbeiten für den Neubau der Heilpädagogischen Tagesgruppe an der Westhoffstraße seien an dem Gebäude Setzrisse aufgetreten, berichtet Ulrich Schülbe von Diakonie-Vorstand.

Diese Veränderungen am Baukörper seien umgehend durch Statiker und Prüfstatiker untersucht worden. „Zum Zeitpunkt der Untersuchung am 15. November wurde die gefahrlose Weiternutzung des Gebäudes attestiert“, heißt es in einer Pressemitteilung der Diakonie.

„Im Laufe der Woche waren jedoch erneut Veränderungen am Baukörper festzustellen. Es wurden unverzüglich entsprechende bauphysikalische Untersuchungen vorgenommen“, so die Diakonie weiter.

Am 20. November habe der Prüfstatiker gemeldet, „dass Risiken bei der weiteren Nutzung des Gebäudes nunmehr nicht mehr ausgeschlossen werden können“. Die Empfehlung habe gelautet, die Betriebsstätte der Diakonie zu schließen und die Baustelle bis auf Weiteres ruhen zu lassen. Und zwar bis zu einer erneuten gutachterlichen Untersuchung, „die in der Woche ab dem 25. November erfolgen konnte“, berichtet die Diakonie weiter.

Das Haus sei noch am 20. November „unverzüglich durch die Diakonie Münster geräumt“ worden, heißt es weiter. Die heilpädagogische Tagesgruppe brauchte daraufhin ein neues Zuhause. Die Markus-Gemeinde half und stellte Räume zur Verfügung, „sodass der Betrieb nahezu reibungslos weiterlaufen konnte“, so die Diakonie. Auch die Kinder-, Jugend- und Familiendienste der Diakonie Münster mit ihren Heilpädagogischen Tagesgruppen in Hiltrup und Münster Süd-Ost hätten die Kinderhauser Gruppe unterstützt.

Für die heilpädagogische Tagesstätte hat die Diakonie inzwischen neue Räume gefunden, die momentan noch hergerichtet würden: Neuer Standort für die Tagesgruppe wird in Kürze das Diakonissenmutterhaus im Kreuz-viertel.

Die Wege für einen vorzeitigen Baubeginn auch des zweiten Hauses seien seitens der Architekten geebnet, sagt Ulrich Schülbe. Er schätzt, dass sich durch die neue Situation eine Zeitersparnis von etwa einem Jahr ergeben könnte.

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