Mehr als nur Sport
„Wir stehen alle füreinander ein“

Münster-Kinderhaus -

Dieser Verein hat nicht nur eine Geschichte, sondern ist stark im Stadtteil und darüber hinaus verwurzelt und nachhaltig gut aufgestellt: der SC Westfalia Kinderhaus wird dieses Jahr hundert Jahre jung. Grund genug für ein Interview.

Dienstag, 07.01.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 15:56 Uhr
Eiin großzügiges Sportgelände an der Großen Wiese, eine überdachte Tribüne am großen Rasenplatz: Westfalia bietet sportlich viel – und „Zusammenhalt“ betont der Vorsitzende Magnus Hömberg.
Eiin großzügiges Sportgelände an der Großen Wiese, eine überdachte Tribüne am großen Rasenplatz: Westfalia bietet sportlich viel – und „Zusammenhalt“ betont der Vorsitzende Magnus Hömberg. Foto: kaj

Der SC Westfalia Kinderhaus feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Jahres beim traditionellen Neujahrsempfang des Sportclubs am 19. Januar wird Westfalia noch in die Räumlichkeiten des Kinderhauser Pfarrzentrums St. Josef ausweichen müssen, weil das Clubheim „Hütte“ an der Großen Wiese nach dem Brand noch nicht wieder zur Verfügung steht (wir berichteten). Im Laufe der nächsten Monate wird sich das ändern, sodass der Sportclub wieder zu Hause feiern kann. Mit dem Vorsitzenden des traditionsreichen Sportvereins, Magnus Hömberg , sprach Redakteurin Katrin Jünemann über die Beziehung von Westfalia und Kinderhaus.

Westfalia gehört zu Kinderhaus – in 2020 seit 100 Jahren. Wie groß ist der Sportverein heute und wie viele Nationalitäten sind im Verein vertreten?

Hömberg: Hatte der Verein Ende der 1960er-Jahre circa 350 Mitglieder, haben wir heute etwa 2000 Mitglieder. Weitere 400 bis 500 Kinderhauser nehmen an unseren Sportkursen teil. Kinderhaus ist ein bunter Stadtteil, und das spiegelt sich auch in unserem Verein wider. Wir sind stolz, dass bisher Mitglieder aus 72 Nationen bei uns im Verein eine sportliche Heimat gefunden haben.

Wie hoch ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen?

Hömberg: Der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt seit Jahren recht konstant bei etwa 60 Prozent.

Wie ist Westfalia im Stadtteil verankert?

Hömberg: Westfalia ist seit 100 Jahren ein Teil von Kinderhaus. Wir haben Mitglieder, die fast ihr gesamtes Leben Mitglied bei Westfalia sind. Insbesondere Kinder und Jugendliche von gerade neu zugezogenen Familien – unabhängig ihrer kulturellen Herkunft – finden bei uns schnell Kontakt zu Gleichaltrigen.

Im Sportverein spricht man von der Westfalia-Familie. Was bedeutet das?

Hömberg: Den Begriff der Familie Westfalia gibt es schon lange, er hat sich mit der Zeit entwickelt. Der Begriff beschreibt den Zusammenhalt, das Verantwortungsgefühl aller Mitglieder füreinander. Wir sind inzwischen eine große Familie mit verschiedenen Familienzweigen, aber wir gehören alle zusammen und stehen füreinander ein. Dies zeigt sich zum Beispiel durch unsere Sportkleiderkammer, in der unsere Mitglieder benutzte, aber noch gut erhaltene Sportkleidung spenden und die wir auf Nachfrage an Mitglieder abgeben. Dies zeigt sich auch beim gemeinsamen Adventssingen auf unserer Tribüne und zeigt sich insbesondere an den vielen Hilfsangeboten der Mitglieder nach der Brandstiftung in der Hütte.

Welche Ziele hat Westfalia für die Zukunft?

Hömberg: Unser Ziel ist es – so geht es jedem – gesund zu bleiben. Dies beinhaltet die Gesundheit unserer Gemeinschaft und auch die der Finanzen. Natürlich wollen wir auch sportliche Erfolge erzielen, dafür sind wir ein Sportverein. Ich sehe uns in allen Bereichen für die Zukunft gut aufgestellt. Im diesem Jahr freuen wir uns auf unser 100-jähriges Bestehen. Unter dem Motto „100 Jahre, 72 Nationen, ein Verein“ laden wir alle Kinderhauser ein, das Jubiläum mit uns zu feiern.

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