Werner Grandjean war 24 Jahre als Teamleiter am Ball
Wechsel am Steuerrad

Münster-Kinderhaus -

24 Jahre hatte Werner Grandjean die Teamleitung der Seniorengemeinschaft St. Josef. Jetzt gibt er diese Aufgabe ab.

Donnerstag, 16.01.2020, 19:00 Uhr
Werner Grandjean hat die Teamleitung der Seniorengemeinschaft St. Josef ans Seelsorgeteam abgegeben.
Werner Grandjean hat die Teamleitung der Seniorengemeinschaft St. Josef ans Seelsorgeteam abgegeben. Foto: kaj

Die Seniorengemeinschaft St. Josef wird nun ohne ihn auskommen müssen. Werner Grandjean begann seine Mitarbeit bei den Senioren vor 36 Jahren. 1996 übernahm er die Leitung des Teams mit „sehr guten Mitarbeiterinnen“, wie er betont. Jetzt, mit 86 Jahren, war die Zeit für den Abschied gekommen. Er hat die Leitungsaufgabe an das Seelsorgeteam von St. Marien und St. Josef abgegeben.

Werner Grandjean ist ein Allrounder: Er kann organisieren, er kann musizieren, er kann Menschen ansprechen, mitreißen und begeistern. Für die Seniorengemeinschaft organisierte er abwechslungsreiche Programme: Messen, Modenschauen, Wallfahrten, Vorträge, Schützenfeste, Lambertussingen in Bad Laer (über 30 Mal), Besinnungsnachmittage – und den Karneval. Zweifellos der Höhepunkt.

Zu Werner Grandjean gehört stets auch die Trecke-Büdel: Die Ziehharmonika war ein Geschenk zum 50. Geburtstag. Als Erich Trenkamp, erster Leiter des Pfarrzentrums zu Zeiten von Pfarrer Stindt, merkte, dass Grandjean Volkslieder und Karnevalsschlager spielen und auch singen konnte, war er sofort für den Trecke-Büdel-Club engagiert. 15 Jahre trat die „TBC-Band“ auf: bei Weiberfastnacht, im Pfarrkarneval und bei Lambertus.

37 Reisen hat Grandjean zwischen 1964 und 2015 organisiert: „Reisefreunde Grandjean“, das war ein fester Begriff in Kinderhaus. Es begann mit Berlin und Leipzig (zur Messe), später ging es beispielsweise nach Polen, nach Venetien, in die Provence, nach Südtirol oder Rügen. „Zu werben brauchte ich nie“, sagt Werner Grandjean schmunzelnd.

Grandjean schaut auf ein erfülltes Leben mit vielen Aufgaben zurück: ob im Duisburger Blasorchester, bei der Pfarrjugend, später als CAJ-Gebietsleiter. Er war unter anderem Mitglied des Kinderhauser Pfarrgemeinderats, im Kirchenvorstand, 18 Jahre Lektor und von 1995 bis 2000 Geschäftsführer des Fördervereins Jaksice. Ehrenamt? Da hat er seine eigene Definition: „Es ist kein Amt, sondern wir tun es. Wir machen es nicht zu unserer Ehre, sondern um anderen Freude zu machen“, sagt er und lächelt. Vielleicht ist es ihm deshalb auch schwer gefallen, die Teamleitung der Senioren aufzugeben: „Das Verrückte ist, dass man sich nicht lösen konnte, weil es Spaß macht – und anderen Freude macht.“

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