Berufsorientierung an der Waldschule Kinderhaus
Direkter Kontakt zu Arbeitgebern

Münster-Kinderhaus -

Die Waldschule Kinderhaus bringt ihren Schülern die Arbeitswelt näher. Das ist ein elementares Anliegen der Hauptschule: Sie setzt auf den direkten Kontakt zu Arbeitgebern und einen konkreten Einblick in die Berufswelt

Freitag, 17.01.2020, 18:06 Uhr aktualisiert: 17.01.2020, 18:08 Uhr
Der Berufsorientierungstag an der Waldschule Kinderhaus stieß auf große Resonanz – sowohl bei den Jugendlichen, als auch bei den Unternehmen (v.l.): Berufswahlkoordinatorin Melanie Böyük, Heike Böntrup (Agentur für Arbeit), Sozialarbeiterin Diemut Nagel, Schulleiterin Susanne Schröder und Dr. Jan Weischer, Geschäftsführer der Elektrotechnik-Firma „Hülsbömer und Weischer GmbH“.
Der Berufsorientierungstag an der Waldschule Kinderhaus stieß auf große Resonanz – sowohl bei den Jugendlichen, als auch bei den Unternehmen (v.l.): Berufswahlkoordinatorin Melanie Böyük, Heike Böntrup (Agentur für Arbeit), Sozialarbeiterin Diemut Nagel, Schulleiterin Susanne Schröder und Dr. Jan Weischer, Geschäftsführer der Elektrotechnik-Firma „Hülsbömer und Weischer GmbH“. Foto: Siegmund Natschke

„Ein Praktikum im Lebenslauf macht sich immer gut“, sagt Heike Böntrup , Berufsberaterin der Agentur für Arbeit. Sie ist einmal in der Woche in der Waldschule Kinderhaus und bringt den Schülern die Arbeitswelt näher. Das ist ein elementares Anliegen der Hauptschule: Sie setzt auf den direkten Kontakt zu Arbeitgebern und einen konkreten Einblick in die Berufswelt.

Deshalb organisiert sie auch den Berufsorientierungstag für die Jugendlichen aus den Klassen 8 bis 10, der auf die berufliche Praxis vorbereitet. Der Andrang am Freitag war enorm.

Die Organisatorinnen Diemut Nagel, Sozialpädagogin an der Waldschule, und Melanie Böyük , Berufswahlkoordinatorin, hatten jede Menge zu tun. 150 Schüler warteten gespannt auf ihre persönlichen Gespräche mit Vertretern von Betrieben aus Kinderhaus und Umgebung. 13 Firmen machten mit, vom Drogeriemarkt „ dm “ bis zur Gärtnerei Welling, von der Deutschen Bahn bis zu McDonalds. Neu dabei waren die Alexianer, bei denen die Jungen und Mädchen Gesundheitsberufe kennenlernen können. Immer mehr Betriebe hätten Interesse daran, an dem Berufsorientierungstag teilzunehmen, sagte Böyük erfreut.

Dieser Tag wurde im Unterricht intensiv vorbereitet. Einzelne Berufsfelder und ihre Anforderungen waren Themen im „Arbeitslehre-Wirtschafts“-Unterricht. Die Waldschüler konnten einzelne Arbeitsfelder auswählen, Bewerbungen verfassen und Lebensläufe schreiben. Am Berufsorientierungstag führten sie in Gruppen Gespräche mit den Unternehmen und hatten die Möglichkeit, ihre Bewerbungen abzugeben. Die Schüler konnten dabei gezielt Informationen zu den Berufsbildern erfragen, die Möglichkeiten eines Praktikums oder einer Ausbildung ausloten und mit Verantwortlichen sprechen.

Einer davon war Dr. Jan Weischer, der Geschäftsführer des Unternehmens „Hülsbömer und Weischer GmbH“: „Ich suche hier jemanden, der sich für Elek­trotechnik interessiert“, erklärte er. Regelmäßig hat die Firma an der Coermühle Ausbildungsstellen zu vergeben. „In Münster-Nord sind wir genau richtig“, meint Weischer. An der Waldschule Kinderhaus wolle er mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. In der nächsten Woche könnten sie sich dann vor Ort mit den Arbeitsabläufen in der Elektrotechnik-Firma vertraut machen.

Die Chancen sind nicht schlecht. „Früher hat es auf jede freie Stelle 25 Bewerbungen gegeben“, erinnert sich der Geschäftsführer des Unternehmens. Jetzt seien es nur noch fünf. Wichtig seien gute Noten in Mathematik und Physik, denn der Beruf des Elektrotechnikers habe sich in den letzten Jahren „theoretisiert“.

Nicht zuletzt solche Infos sind ein Gewinn für die Jugendlichen, die noch in der Orientierungsphase stecken. „Berufswahl ist ein Prozess“, erklärte Heike Böntrup von der Arbeitsagentur, und der beginne schon in der achten Klasse. Die Berufsberatung begleite die Jugendlichen dabei, auch wenn sich mal die Interessen ändern sollten.

Heike Böntrup nutzte die Gelegenheit des Berufsorientierungstages auch, um sich über neue Berufsbilder und aktuelle Entwicklungen zu informieren. Die vielen Arbeitgeber kamen nicht zuletzt miteinander ins Gespräch. Ein großes Netzwerktreffen war das, bei dem die Schüler im Mittelpunkt standen. Jetzt warten sie gespannt auf die Betriebsbesichtigungen, bei denen sie die Firmen vor Ort kennenlernen können.

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