Schulleiter Helmut Hamsen übergibt das Ruder an Arno Grothus
Abschied von der Regenbogenschule

Münster-Kinderhaus -

Helmut Hamsen (65) kam am 1. März 1977 an die Regenbogenschule, Schule des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe für den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

Am Freitag (31. Januar) wird Hamsen diese Schule verlassen und die Schulleitung an Arno Grothus (50) übergeben.

Donnerstag, 23.01.2020, 18:38 Uhr
1977 übernahm Helmut Hamsen
1977 übernahm Helmut Hamsen Foto: Katrin Jünemann

Seit 1972 gibt es dieRegenbogenschule am Bröderichweg. Helmut Hamsen (65) kam am 1. März 1977 zu dieser Schule des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe für den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

Am Freitag (31. Januar) wird Hamsen diese Schule verlassen und die Schulleitung an Arno Grothus (50) übergeben.

Vor 40 Jahren befand sich die Schule im Aufbau, sie startete mit rund 100 Schülern, heute sind es 280 in rund 30 Klassen.

Eine Konstante gab es in all den Jahren: „Es wurde immer irgendetwas geplant, gebaut, umgebaut oder erneuert“, erinnert sich Hamsen schmunzelnd.

Es ist ein großes Schiff, das er in all den Jahren gesteuert hat: Rund 100 Lehrer gehören – inklusive der Lehramtsanwärter und Lehrer in Teilzeit – zum Team, zudem über 20 Physio- und Ergotherapeuten und 60 Schulbegleiter. Es gibt 60 Fahrlinien pro Weg zur Schule, deren Einzugsbereich das Gebiet der Stadt Münster sowie die angrenzenden Teile der Kreise Warendorf, Coesfeld, Borken und Steinfurt umfasst.

Die Regenbogenschule ist eine Ganztagsschule, die neben dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung nach den Richtlinien der Förderschule Lernen, der Förderschule Geistige Entwicklung und nach den Richtlinien zur Förderung Schwerstbehinderter unterrichtet.

Für Helmut Hamsen ging es stets darum, dem Kind oder Jugendlichen möglichst gerecht zu werden ebenso wie den Sorgen, Ängsten und Erwartungen der Familien. All das erfordert viel Sensibilität. Die Fortschritte in der Medizin, in der Technologie und bei den Behandlungsmöglichkeiten – beispielsweise bei Epilepsie oder Muskelschwund – seien sehr groß. Auch die Entwicklung bei den Hilfsmitteln zur Mobilität und Kommunikation sei „gigantisch“: Bei den Rollis zum Beispiel könnten die Sitzschalen heute per Körperscan angepasst werden. Immer wieder gelte es in jedem Einzelfall auszutarieren, „was geht, was ist möglich“ und nach vorausschauenden Lösungen zu suchen.

Richtig zufrieden ist Helmut Hamsen, „wenn ein schwieriges Problem gelöst ist“ oder „wenn ein schönes kulturelles Angebot“ umgesetzt ist. Was er im Ruhestand macht? Noch alles offen. Aber im Garten wird er wohl öfter sein.

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