Alte Ampel am Pastorsesch wird ersetzt / Zusatzsignal bringt mehr Sicherheit für Schulkinder
Autofahrer sehen künftig „Rot“

Münster-Kinderhaus. -

Land in Sicht: Mitte des Jahres soll die alte Ampel an der Kreuzung Kristiansandstraße / Pastorsesch durch eine neue ersetzt werden, kündigt das Tiefbauamt an.

Samstag, 01.02.2020, 08:20 Uhr
Mitte des Jahres soll hier eine neue Ampelanlage gebaut werden
Mitte des Jahres soll hier eine neue Ampelanlage gebaut werden Foto: kaj

Lange hat die Elternschaft der Paul-Schneider-Schule für mehr Verkehrssicherheit für die rund 280 Schüler gekämpft. Jetzt ist Land in Sicht: Mitte des Jahres soll die alte Ampel an der Kreuzung Kristiansandstraße / Pastorsesch durch eine neue ersetzt werden, kündigt das Tiefbauamt an. Der Clou: Diese neue Ampel erhält ein Auffangsignal direkt am Überweg, den die Schulkinder benutzen.

Das bedeutet: Abbieger aus dem Pastorsesch, sei es aus Richtung Friedhof oder aus Richtung Jugendheim, die zur Grevener Straße wollen, werden direkt vor dem Überweg mit einer zusätzlichen „Ampel“ gestoppt. An beiden Ampelmasten des Überwegs wird es für Autofahrer ein Ampelsignal geben: Die Autofahrer sehen „Rot“, wenn die Kinder „Grün“ haben.

„Das ist genial“, freut sich Sabine Tewes vom Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“ der Elternschaft der Paul-Schneider-Schule. „Das hat uns freudig überrascht“, sagt sie. Denn davon war bislang nie die Rede gewesen.

Die Eltern hatten zunächst 2018 versucht, Tempo 30 in Höhe der Schule auf der Kristiansandstraße zu bekommen. Daraus wurde nichts, obwohl auch SPD, CDU und Grüne diesen Ansatz mit Anträgen im Februar vorigen Jahres in der Bezirksvertretung Nord unterstützt hatten.

Tempo 30 sei nicht möglich, weil die gesetzlichen Vor­aussetzungen nicht gegeben seien, weil die die Paul-Schneider-Schule keinen direkten Zugang zur Kristiansandstraße habe, sondern vom Pastorsesch aus erreicht werde, so die Argumentation der Verwaltung. Da die Mehrzahl der Schüler auf ihrem Schulweg die Kristiansandstraße überquert und dann hinter der Litfaßsäule in den Friesenweg einbiegt, hatten die Eltern diese Argumentation nicht nachvollziehen können.

Dann hatten sich die Eltern für ein gelbes Blinklicht an der Ampel stark gemacht, das die abbiegenden Autofahrer auf die Schulkinder aufmerksam machen sollte.

Zusätzlich richteten die Eltern zwischenzeitlich im vorigen Jahr nach den Herbstferien einen Lotsendienst ein: Morgens von 7.45 bis 8.05 Uhr steht seither ein Elternteil mit einer gelben Weste an der Pastors­esch-Ampel und passt auf.

Nun sind die Würfel gefallen. Das Amt für Mobilität und Tiefbau hat entschieden, Nägel mit Köpfen zu machen. Die Ampelanlage soll komplett erneuert werden. Die Ampel stamme noch aus den 1980er-Jahren, hieß es am Freitag auf Anfrage im Fachamt. Die neue Anlage soll mit leistungsstärkerem LED-Licht ausgestattet werden, das auch bei schlechten Sichtbedingungen deutlich besser wahrnehmbar ist.

Nun müsse die Erneuerung der Ampelanlage ausgeschrieben werden, so das Amt für Mobilität und Tiefbau am Freitag.

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