25 Jahre „Burn“ aus Kinderhaus: Auftritte im Hot Jazz Club und im „Wuddi“
Zurück zu den Wurzeln

Münster-Kinderhaus -

Nicht viele Musiker erinnern sich nach 25 Jahren noch an ihre Ursprünge, oder kehren auf ihre allererste Bühne zurück, obwohl es ohne eben diesen Start ja gar keine Karriere gegeben hätte. Anders bei Burn aus Kinderhaus. Zum 25-jährigen Bandbestehen treten sie am 3. Oktober im Jugendzentrum „Wuddi“ auf – wo 1995 alles anfing – und bereits am Samstag (15. Februar, 21 Uhr) im Hot Jazz Club im Hafen von Münster. Einfach bodenständig die Jungs.

Dienstag, 11.02.2020, 17:58 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 18:14 Uhr
„Burn“-Mastermind Felix Friberg freut sich auf das Jubiläumskonzert am 3. Oktober im Kinderhauser „Wuddi“.
„Burn“-Mastermind Felix Friberg freut sich auf das Jubiläumskonzert am 3. Oktober im Kinderhauser „Wuddi“. Foto: Peter Sauer

„Why don´t you find out for yourself?“ (Warum findet Du nicht heraus, was für Dich am Besten ist?“) sang Felix Friberg 2013. Diesen Song seiner Band „Burn“ versteht der Kinderhauser noch heute als wichtige Reminiszenz an seine Heimat und an die Wurzeln der erfolgreichen Dark-Wave/Gothic-Rock-Band.

Friberg hat in den vergangenen 25 Jahren bundesweit unzählige Konzerte vor 100 bis 18 000 Menschen erlebt, ob in Live-Clubs oder auf angesagten Festivals. Zum 25-jährigen Band-Bestehen in diesem Jahr zieht es ihn zurück in die Heimat. So tritt Burn am Samstag (15. Februar, 21 Uhr) im Hot Jazz Club im Hafen von Münster auf.

Neuer Burn-Gitarrist Stefan Timm

Neuer Burn-Gitarrist Stefan Timm Foto: Burn

Neu für viele Fans ist – nach dem Abgang von Christian Wischer – der neue Gitarrist: Er heißt Stefan Timm und feierte seinen Einstand beim Moorlandfestival in Ladbergen. „Wir sind alle im fortgeschrittenen Alter, und da schaut man, wie in einer Beziehung auch, erst mal wie sich alles entwickelt“, sagt Friberg. „Nach einem halben Jahr Probezeit ist Stefan aber jetzt voll integriert und Burn wieder vollzählig“. Der neue Gitarrist musste sich dazu jede Menge Burn-Songs einverleiben.

„Beim Konzert im Hot Jazz Club gibt es einen liebevollen Querschnitt aus aktuellen Hits und früheren Werken“, kündigt Felix Friberg im Gespräch mit dieser Zeitung an. „Wir sind nur noch selten in Münster, und jetzt gibt es am Samstag im heimischen Hafen endlich wieder volle Fahrt voraus.“ Die Länge des Gigs lässt er offen. „Solange die Leute klatschen, spielen wir auch weiter.“

Derzeit tüftelt Felix Friberg an neuen Songs für das kommenden „Burn-Album“, dass er auch selbst produzieren wird. „Da wird viel Achtziger-Sound drin sein.“ Erste Live-Schnupperproben gibt es allerdings vor der Veröffentlichung nicht. Aus gutem Grund, wie der 44-Jährige erklärt: „Heute haben die Leute schnell ihr Handy zur Hand und filmen die neuen Songs, und dann landen sie im Netz, bevor wir Musiker sie in voller Qualität veröffentlichen können. Die meisten privat gefilmten Handy-Videos sind auch einfach Grütze, da sehen die Künstler meistens nie gut aus.“

Das 25-jährige Bestehen feiert Friberg im Herbst schließlich dort, wo er mit Gründungsmitglied Sven Krachten 1995 alles startete, im „Wuddi“ in Kinderhaus. Felix Friberg wuchs an der Killingstraße auf: „Die Schleife hat mich menschlich und musikalisch am meisten geprägt, nämlich dass man einfach seinem Instinkt folgen und nie aufgeben soll.“

Das Burn überhaupt von einer reiner Jugendband zu einer angesagten WaverockBand wachsen konnte, ist auch der Verdienst des Jugendzentrums „Wuddi“: „Dort hat man uns jede Hilfe gegeben, die wir brauchten. Wir hatten beste Startbedingungen. Wuddi-Leiter Dieter Schmitz hat uns klasse unterstützt“, sagt Friberg.

Und Schmitz ist weiterhin ein „Burn-Fan“. So verpflichtete er die Waverocker, ihr Jubiläumskonzert dort zu spielen, wo sie 1995 zum ersten Mal auf der Bühne standen. Am 3. Oktober steigt im „Wuddi“ das Konzert „25 Jahre Burn“: „Der besondere Clou wird sein, dass wir alle bisherigen Musiker einladen werden, dabei zu sein“; sagt Friberg, „ob auf oder vor der Bühne. Das wird ein spannendes Wiedersehen- und Wiederhören geben.“

Der Kinderhauser plant, dass es im „Wuddi“ wechselnde Burn-Besetzungen zu den jeweiligen Songs geben wird: „Das sind dann absolute Premieren und Unikate gleichermaßen.“

Schon allein dadurch, dass einige frühere Burn-Musiker inzwischen ganz anderen Berufen nachgehen. „Die ehemaligen Bandmitglieder können die alten Sachen blind im Schlaf spielen – auch in 100 Jahren noch“, ergänzt Friberg.

Promofoto der Band Burn - Gasometer Münster 18.06.2018 - Making Of Video

Promofoto der Band Burn - Gasometer Münster 18.06.2018 - Making Of Video Foto: Burn

Auch beim neuen Album könnte die Heimat der Band wieder eine wichtige Rolle spielen. „Unser nächster Videodreh könnte in Kinderhaus stattfinden, vielleicht auf dem Dach eines der Hochhäuser in der Schleife.“

15. Februar: Burn live im Hot Jazz Club, 21 Uhr. Tickets gibt es an der Abendkasse neun Euro / sechs Euro ermäßigt

3. Oktober: Jubiläumskonzert im „Wuddi“ mit Special Guests, 21 Uhr, Tickets unter www.burn-shop.de (VVK: zehn Euro, Abendkasse zwölf Euro).

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