„Archiv Bürgerbewegung“ zu Gast
Scholl-Tag mit Leipziger Zeitzeugen

Münster-Kinderhaus -

Die Historikerin Dr. Saskia Paul, Leiterin des Vereins „Archiv Bürgerbewegung“, und dessen Mitarbeiterin Juliane Thieme aus Leipzig waren zu Gast beim Scholl-Tag am Kinderhauser Schulzentrum.

Freitag, 21.02.2020, 18:22 Uhr
Zu einer Zeitzeugen-Veranstaltung am Scholl-Tag der Geschwister-Scholl-Schulen waren aus Leipzig (v.l.) Dr. Saskia Paul, Leiterin des Vereins „Archiv Bürgerbewegung“, und dessen Mitarbeiterin Juliane Thieme zu Gast. Horst Kisnat hatte den Kontakt vermittelt.
Zu einer Zeitzeugen-Veranstaltung am Scholl-Tag der Geschwister-Scholl-Schulen waren aus Leipzig (v.l.) Dr. Saskia Paul, Leiterin des Vereins „Archiv Bürgerbewegung“, und dessen Mitarbeiterin Juliane Thieme zu Gast. Horst Kisnat hatte den Kontakt vermittelt. Foto: kaj

Als Zeitzeugen beim Scholl-Tag begrüßte Dr. Matthias Heeke, Lehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium, am Freitag die Historikerin Dr. Saskia Paul , Leiterin des Vereins „Archiv Bürgerbewegung“, und dessen Mitarbeiterin Juliane Thieme in der Schule. Den Scholl-Tag führen die beiden Kinderhauser Geschwister-Scholl-Schulen jedes Jahr durch, um zu vermitteln, wie wichtig Mut, Zivilcourage und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind.

Paul und Thieme waren eigens für diese Veranstaltung mit der Bahn aus Leipzig nach Münster gekommen. Der Kinderhauser Horst Kisnat, der am 9. Oktober 1989 bei der entscheidenden Montagsdemonstration mit 70 000 Teilnehmern in Leipzig dabei war und heute zu den Nutzern des 1991 gegründeten „Archivs Bürgerbewegung“ gehört, hatte den Kontakt zum Schulzen­trum vermittelt.

Das „Archiv Bürgerbewegung“ sammle Unterlagen zur DDR-Opposition: zum Beispiel Samisdat (nicht konforme Literatur), Flugblätter und Erinnerungsberichte von Menschen, die bei Demos dabei waren und verhaftet wurden, erläuterte Juliane Thieme.

Die beiden Leipzigerinnen standen dem 13. Jahrgang für Fragen zur zweiten Hälfte der 1980er-Jahre, den Weg zur friedlichen Revolution zur Verfügung. Es sei spannend, das Thema Revolution und Umbruch in den alten Bundesländern zu behandeln, in denen es nicht zu den Familienbiografien gehöre, sagte Thieme. Die Schüler erlebe sie als „offen und diskussionsfreudig“. Auch Saskia Paul freute sich über das Interesse der jungen Leute. Beide reisten noch am Freitag zurück nach Leipzig.

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