Prävention in St. Marien und St. Josef
„Wichtiger Baustein“

Münster-Kinderhaus / Sprakel -

Mit dem „institutionellen Schutzkonzept“ der Gemeinde St. Marien und St. Josef soll das Thema Prävention gegen sexualisierte Gewalt konkret umgesetzt werden.

Donnerstag, 27.02.2020, 18:27 Uhr
Das „institutionelle Schutzkonzept“ ist in St. Marien und St. Josef nun in Kraft: (vorne, v.l.) Ute Cappenberg vom Pfarreirat, Pastoralreferent Martin Grünert; (hinten, v.l.) Martin Heveling vom Pfarreirat, Dr. Andreas Siepmann vom Kirchenvorstand, Pfarrer Ulrich Messing und Carsten Freydank vom Pfarreirat.
Das „institutionelle Schutzkonzept“ ist in St. Marien und St. Josef nun in Kraft: (vorne, v.l.) Ute Cappenberg vom Pfarreirat, Pastoralreferent Martin Grünert; (hinten, v.l.) Martin Heveling vom Pfarreirat, Dr. Andreas Siepmann vom Kirchenvorstand, Pfarrer Ulrich Messing und Carsten Freydank vom Pfarreirat. Foto: Siegmund Natschke

„Ich freue mich, dass es jetzt in Kraft gesetzt wird“, meinte Pastoralreferent Martin Grünert am Mittwochabend. „Das ist eine verbindliche Grundlage für alle“, sagte Pfarrer Ulrich Messing. Die Rede ist vom „institutionellen Schutzkonzept“ der Gemeinde St. Marien und St. Josef, mit dem das Thema Prävention gegen sexualisierte Gewalt konkret umgesetzt werden soll.

Kernstück dabei, so Grünert, sei der „Verhaltenskodex“. Er gilt für alle Mitarbeiter und Ehrenamtlichen der Gemeinde.

Eineinhalb Jahre habe die Ausarbeitung in Anspruch genommen, sagte Grünert, der die Verschriftlichung des Konzeptes übernahm. Nicht nur der Pfarreirat und der Kirchenvorstand waren beteiligt, sondern auch die Stabsstelle Intervention und Prävention des Bistums Münster.

Das „institutionelle Schutzkonzept“ sei ein „wichtiger Baustein“ in der Prävention gegen sexualisierte Gewalt, sagte Pfarrer Ulrich Messing. „Flächendeckend“ würden diese Schutzkonzepte jetzt im Bistum verabschiedet.

Das Konzept in der St.-Marien- und St.-Josef-Gemeinde sieht etwa vor, dass sowohl ehrenamtliche als auch hauptberufliche Mitarbeiter, die im Rahmen ihrer Arbeit in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen kommen, ein „erweitertes Führungszeugnis“ vorlegen und an einer sechsstündigen Präventionsschulung teilnehmen müssen, die alle fünf Jahre aufgefrischt werden muss. „Wir werden sukzessive diese Schulungen anbieten“, sagte Grünert.

Die Inhalte der Schulungen sind etwa die Sensibilisierung für Gefährdungsmomente, Hinweise und begünstigende Situationen für sexualisierte Gewalt und das Lernen von selbstreflektierendem, fachlich adäquatem, respektvollem und wertschätzendem Verhalten gegenüber Kindern und Jugendlichen. Außerdem sollen institutionelle Präventionsmaßnahmen vermittelt und die Handlungsfähigkeit bei Übergriffen, Verdachtsfällen und Grenzverletzungen sichergestellt werden. Zudem geht es um Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in Fragen von Grenzverletzungen.

Am Mittwochabend unterzeichneten Pfarrer Ulrich Messing, Dr. Andreas Siepmann für den Kirchenvorstand und Ute Cappenberg, Carsten Freydank und Martin Heveling das „institutionelle Schutzkonzept“, das damit sofort in Kraft trat.

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