Stillstand im Schulzentrum Kinderhaus
Desinfektion gleich am Eingang

Münster-Kinderhaus -

Nur ein Eingang zu den weiterführenden Schulen des Kinderhauser Schulzentrums ist am Montag geöffnet. Je eine Hälfte der Doppeltüren steht offen: Man muss keine Tür berühren, um ins Haus zu kommen.

Dienstag, 17.03.2020, 06:06 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 06:10 Uhr
Sport- und Mathelehrer Andreas Bischoff
Sport- und Mathelehrer Andreas Bischoff Foto: kaj

Nur ein Eingang zu den weiterführenden Schulen des Kinderhauser Schulzentrums ist am Montag geöffnet. Je eine Hälfte der Doppeltüren steht offen: Man muss keine Tür berühren, um ins Haus zu kommen. Direkt dahinter wartet Andreas Bischoff , Sport- und Mathelehrer am Gymnasium. Die Arbeitsaufträge für seine Schüler hat er nachts versandt. Jetzt sitzt er an einem Tisch neben einem Desinfektionsbehälter. Vor ihm liegen Listen. Notiert wird, wer ins Gebäude kommt. Zuvor müssen die Hände desinfiziert werden. Einige Schüler holten noch Bücher ab, die sie vergessen hätten und brauchten, berichtet er.

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium hat sich hinsichtlich einer Notbetreuung bis mittags niemand bei Schulleiter Ralf Cyrus gemeldet. „Somit werden wir kein Betreuungsangebot einrichten“, informiert er wenig später die Eltern. Am Dienstag würden noch von sieben Oberstufenschülern Nachschreibklausuren geschrieben. Ansonsten sei die Schule ab Dienstag geschlossen.

Die Geschwister-Scholl-Realschule hat die Eltern gebeten, bis zum heutigen Dienstag per Formular mitzuteilen, ob sie eine Notbetreuung für ihr Kind benötigen. Von 9 bis 13 Uhr ist die Schule heute zudem geöffnet, damit Schüler ihre Materialien aus Schränken und Spinden holen können. Die Eltern werden wie beim Gymnasium auf der Homepage der Schule auf dem Laufenden gehalten.

Die dritte Schule im Schulzentrum, die Grundschule am Kinderbach, hat am Montag fünf von 191 Kinder betreut. „Und ich bin beeindruckt und dankbar, dass die Eltern in solchem Umfang auf die Hinweise des Ministeriums reagieren“, so Schulleiter Harald Holtwick. Ab Mittwoch habe die Schule dann nur noch ein Kind von einem Elternteil in einem kritischen Infrastrukturberuf. Die Betreuung werde zwischen Lehrkräften und OGS-Kräften aufgeteilt.

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