Waldschule Kinderhaus profitiert von Teilnahme am Projekt
Talentschule zahlt sich aus

Münster-Kinderhaus -

Dass die Waldschule zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 als eine von zwei Hauptschulen in ganz Nordrhein-Westfalen das Projekt „Talentschule“ mit dem Schwerpunkt MINT gestartet hatte, kommt der Schule in der aktuellen Situation zugute.

Mittwoch, 25.03.2020, 19:49 Uhr
Ein leer gefegter Schulhof an der Waldschule Kinderhaus: Das Lernen geht natürlich trotzdem weiter. Alle Lehrer sind im Zuge des Talentschul-Projekts mit einem Tablet ausgestattet und im Umgang mit digitalen Medien geschult worden. Davon profitiert die Schule jetzt.
Ein leer gefegter Schulhof an der Waldschule Kinderhaus: Das Lernen geht natürlich trotzdem weiter. Alle Lehrer sind im Zuge des Talentschul-Projekts mit einem Tablet ausgestattet und im Umgang mit digitalen Medien geschult worden. Davon profitiert die Schule jetzt. Foto: Katrin Jünemann

Durch die Ausbreitung des Corona-Virus wurden die Aufgaben des Lehrerberufes von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. „Anstatt gemeinsam mit der Klasse Lerninhalte auf Tafeln, Leinwänden, Arbeitsblättern oder IPads zu erarbeiten, hat auch die Waldschule Kinderhaus gemeinsam nach Wegen gesucht, um mit den Schülern und Eltern in Kontakt zu bleiben und dafür zu sorgen, dass gelernt wird“, berichtet Schulleiterin Susanne Schröder. Deshalb haben Lehrer der Waldschule ein Video aufgenommen, das per Link an die Eltern ihrer Schüler verschickt worden ist.

„Hallo zusammen, in diesem Video zeigen wir, wie ihr euch von zu Hause auf unserem Schulserver anmeldet, um Aufgaben und Wochenpläne digital empfangen zu können“, beginnt das Video. Auch das Kollegium der Waldschule nehme die Anweisung des Ministerpräsidenten Armin Laschet ernst und arbeite größtenteils von zuhause. Um ihre Schülerinnen und Schüler in der Zeit der Schulschließung in ihrer Lernentwicklung bestmöglich fördern und fordern zu können, hätten sich die Lehrkräfte der Waldschule, neben dem postalischen Versenden von Arbeitsblättern und Lernaufträgen, zur Bereitstellung von digitalen Lernmaterialien entschlossen, erläutert die Schulleiterin in einer Pressemitteilung. Zusätzlich würden Telefonate geführt, falls es mit der Anmeldung auf dem Schulserver nicht klappe, oder wenn es andere Probleme gebe.

Dass die Waldschule zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 als eine von zwei Hauptschulen in ganz Nordrhein-Westfalen das Projekt „Talentschule“ mit dem Schwerpunkt MINT gestartet hatte, komme der Schule in dieser besonderen Situation zugute, so Schröder weiter. „Jede Lehrperson wurde mit einem Tablet ausgestattet und im Umgang mit digitalen Medien geschult. Auch die Investition in 20 Tablets für die Schüler hat sich gelohnt, da in einigen Klassen bereits mit Apps im Unterricht gearbeitet wurde.“ Natürlich gebe es auch Stolpersteine: Nicht alle Familien seien leicht zu erreichen oder hätten ausreichende Internetzugänge. In solchen Fällen bleibe nur die Hoffnung, dass die Schüler an den Arbeitsblättern arbeiteten, die per Post versendet worden seien.

Wenn sich Lehrerinnen und Lehrer in ihren Jahrgangsstufen- oder Fachteams besprechen wollen, können sie Videokonferenzen von ihren Homeoffice-Plätzen aus starten, heißt es. Auch in einheitliche Datenverarbeitungsprogramme und Hilfsmittel inklusive Chat- und Videofunktionen sei nämlich zu Beginn des Schuljahres investiert worden. Einen besonderen Schwerpunkt habe die Datensicherheit.

Schulleiterin Susanne Schröder: „Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.“ Vokabeln, Sachtexte, Gedichte und mathematische Knobelaufgaben könne man auch von zu Hause aus bearbeiten: „Ich bin mir auch sicher, dass der eine oder andere Kollege mal ein Lernvideo verschickt.“

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