Imkern am Heimatmuseum
Honig aus dem Kinderbachtal

Münster-Kinderhaus -

Imkern ist Familiensache: So ist das bei Michel, Sabine und Stefan Klümper. Sie betreuen die Völker am Kinderhauser Heimatmuseum.

Freitag, 17.04.2020, 06:34 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 06:40 Uhr
Imkern gemeinsam (v.l.): Sabine, Michel und Stefan Klümper betreuen die Bienen am Kinderhauser Heimatmuseum. Den Honig gibt es später im Jahr als „Blütenhonig aus dem Kinderbachtal“.
Imkern gemeinsam (v.l.): Sabine, Michel und Stefan Klümper betreuen die Bienen am Kinderhauser Heimatmuseum. Den Honig gibt es später im Jahr als „Blütenhonig aus dem Kinderbachtal“. Foto: Katrin Jünemann

Saisonstart bei den Bienen: Im Garten am Kinderhauser Heimatmuseum stehen in Richtung Kinderbach einige Bienenstöcke. Familie Klümper aus Gievenbeck kümmert sich um die summenden Völker – und zwar gemeinsam. Sohn Michel hatte vor drei Jahren ein Bienenvolk von seinem Patenonkel zur Kommunion bekommen – und die Eltern zogen mit.

Vater Stefan Klümper belegte gleich einen Imker-Kursus. Die Teilnehmer von damals seien immer noch in Verbindung: „Jung-Imker“ nenne sich die Whatsapp-Gruppe. Das habe aber weniger mit dem Alter, als mit der jungen Verbindung mit der Imkerei zu tun, verrät Stefan Klümper augenzwinkernd. „Auch nach drei Jahren weiß man noch nicht alles.“ Er freut sich, dass es die Königinnen-Zuchtstation Davert des Kreisimkervereins gibt: „Ich bin froh, dass wir friedfertige Bienen haben.“

Er ist Diplom-Physiker. Für ihn sei das Imkern ein schöner Ausgleich, ihn dränge es in die Natur, gesteht er lächelnd. Dass eine Gievenbecker Familie auch in Kinderhaus imkert, liegt daran, dass Sabine Klümper die Tochter von Walter Schröer ist, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus. Geimkert wird am Heimatmuseum schon länger: Nachdem die Vorgängerinnen der Gievenbecker aus beruflichen Gründen aber nicht mehr zur Verfügung stehen konnten, fand sich so eine familieninterne Lösung.

Die Bienenstöcke, die anfangs unter einem schönen großen Baum, aber auf einer vorwiegend schattigen Fläche neben dem Eingang zum Lepramuseum standen, sind nun umgezogen in den sonnenhellen Garten. Stefan Klümper hat die Kästen für die Völker selbst gebaut.

Der sonnige Platz im Garten scheint den Bienen sehr zu gefallen: Es herrschte am Donnerstagvormittag schon reger Flugbetrieb bei den drei Völkern, nachdem die Temperaturen von drei Grad Celsius am frühen Morgen schnell angestiegen waren.

Der „Honig aus dem Kinderbachtal“, unter diesem Namen wird er im Heimatmuseum verkauft, habe schon im vorigen Jahr guten Absatz gefunden, berichtete Sabine Klümper. Es sei nur noch ein einziges Glas da, habe ihr Vater berichtet. Doch es kommt neuer nach. Frühjahrs- oder Sommerblütenhonig – so nennt die Familie den Honig: „Wie Wein aus der Region“, sagt Stefan Klümper schmunzelnd.

„Wo sie genau hinfliegen, wissen wir nicht“, sagt Sabine Klümper. Sie glaubt allerdings, dass einen ganze Menge Lindennektar und -pollen dabei sind. Denn auf dem Grundstück steht eine große Linde.

Das Imkern bereichert die Familie: „Es ist ein Hobby – und es freut uns, wenn es anderen gefällt“, sagt Sabine Klümper.

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