Schornsteinfeger sind auch in Corona-Zeiten aktiv
Glücksbringer auf Münsters Dächern

Münster-Kinderhaus -

Die Arbeit von Schornsteinfegern sei systemrelevant, sagt der Schornsteinfegermeister Guido Rath. Deshalb sind der Kinderhauser und seine münsterischen Berufskollegen auch in schwierigen Zeiten engagiert im Einsatz.

Mittwoch, 22.04.2020, 22:48 Uhr aktualisiert: 23.04.2020, 09:10 Uhr
Fühlt sich als Glücksbringer auch in Corona-Zeiten auf dem Dach bei der Ausübung seines Berufs pudelwohl: der Kinderhauser Schornsteinfegermeister Guido Rath.
Fühlt sich als Glücksbringer auch in Corona-Zeiten auf dem Dach bei der Ausübung seines Berufs pudelwohl: der Kinderhauser Schornsteinfegermeister Guido Rath. Foto: PD

Für Guido Rath steht es außer Frage: „Die Kontrollen und Arbeiten der Schornsteinfeger sind auch in der Corona-Pandemie in Münster unverzichtbar“, sagt der Kinderhauser. Er muss es wissen, denn Rath ist Schornsteinfegermeister und auch in der jetzigen Krisenzeit im Einsatz.

Wie viele andere Handwerker führten die Schornsteinfeger in Münster in der Corona-Zeit wichtige Tätigkeiten zur Wahrung der Brand- und Betriebssicherheit durch. „Die erforderlichen Schornsteinfegertätigkeiten dienen der öffentlichen Gefahrenabwehr und dürfen deshalb auch nicht ausgesetzt oder verschoben werden“, erläutert Rath.

Bereits im März dieses Jahres hätten die zuständigen Behörden angeordnet, dass Schornsteinfeger unter Beachtung der Hygienevorschriften nach den Infektionsschutz-Vorgaben des Robert-Koch-Instituts weiterhin ihrer Arbeit nachkommen dürften und dies auch müssten. Besagte Empfehlungen würden vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks unterstützt. Zwar könnten bestimmte Aufgaben im Rahmen der Fristen zwar verschoben werden, wenn es aus Sicht der Gefahrenabwehr vertretbar sei. Ein Aussetzen der Arbeiten oder ein beliebig langes Verschieben sei den Schornsteinfegern aber untersagt.

„Schornsteinfegerarbeiten sind systemrelevant“, unterstreicht der Kinderhauser Fachmann in einer Pressemitteilung. Sie dienten der öffentlichen Gefahrenabwehr im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes und der Betriebssicherheit von Feuerungsanlagen: „Tatsache ist, dass die Tätigkeiten des Schornsteinfegers zur Wahrung der Brand-und Betriebssicherheit von Feuerungs-und Abgasanlagen letztendlich dem Schutz von Leib und Leben dienen und daher unabdingbar in den gesetzlich vorgeschriebenen Fristen durchgeführt werden müssen.“

Nach Ansicht von Guido Rath ist es „ein schwieriger Spagat“, den die Schornsteinfeger in Münster zurzeit hinbekommen müssen: Sie alle seien gehalten, die empfohlenen Hygienemaßnahmen bezüglich des Infektionsschutzes einzuhalten, müssten auf der anderen Seite aber auch ihren Pflichten nachkommen.

Das Schornsteinfegerhandwerk empfehle daher allen Verbrauchern, wenn sich der Schornsteinfeger angemeldet habe und es zu Unsicherheiten oder Fragen komme, frühzeitig mit dem zuständigen Schornsteinfeger Kontakt aufzunehmen und sich über anstehende Termine zu informieren. „Gemeinsam lassen sich so Lösungen finden, die sowohl der Wahrung des Betriebs- und Brandsicherheit wie auch des gebotenen Infektionsschutzes Rechnung tragen“, versichert Guido Rath.

Schon seit vielen Hundert Jahren sorge das Schornsteinfegerhandwerk für die Sicherheit der Bevölkerung und fühle sich gerade in den Zeiten der aktuellen Corona-Pandemie seiner langen Tradition als Glücksbringer verpflichtet. So solle und werde es auch weiter gelten: „Zum Glück gibt‘s den Schornsteinfeger.“

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