Johanna Juhnke erzielte für selbstgenähte Masken 3028 Euro an Spenden
Voller Einsatz für Kinderkrebshilfe

Münster-Kinderhaus -

Im April hat Johanna Juhnke (26) begonnen, Masken für die Kinderkrebshilfe zu nähen. Ihr Ziel war, 1000 Euro an Spenden zu erreichen. Es ist viel mehr geworden: Sie hat 354 Masken genäht und 3028 Euro eingenommen.

Mittwoch, 20.05.2020, 06:49 Uhr
Johanna Juhnke strahlt: Ihr ist es gelungen, mit ihren selbstgenähten 354 Masken 3028 Euro an Spenden
Johanna Juhnke strahlt: Ihr ist es gelungen, mit ihren selbstgenähten 354 Masken 3028 Euro an Spenden Foto: privat

Im April hat Johanna Juhnke (26) begonnen, Masken für die Kinderkrebshilfe zu nähen. Zunächst für Freunde und Verwandte. Dann machte sie ihr Ziel, 1000 Euro an Spenden zu erreichen, über unsere Zeitung publik – und das Telefon stand nicht mehr still.

Die jungen Erzieherin, die wegen der Corona-Krise mehrere Wochen nicht arbeiten konnte, wollte ihre freie Zeit nutzen, um anderen zu helfen. Das hat absolut geklappt – und ihr Ziel hat sie weit übertroffen. Das Ergebnis ist sensationell: „Insgesamt habe ich 354 Masken genäht und 3028 Euro eingenommen“, berichtet die Kinderhauserin.

Mit der großen Resonanz hatte sie nicht gerechnet. Nachdem der Artikel erschienen war, „wurde ich überrannt mit Anfragen“. Das Telefon habe oft geklingelt, jede Menge Mails trafen ein. Die Nachfrage war groß, das Nähen wurde zum Vollzeitjob: „Ich habe acht Stunden am Tag für das Projekt gearbeitet“, berichtet sie. Ihre Schwester, deren Freund und eine Freundin halfen regelmäßig beim Stoffe schneiden: „Ganz alleine hätte ich das sonst nicht so schnell geschafft.“ Hauptsächlich nähte sie Masken für Erwachsene und nur wenige für Kinder.

Was sie am meisten gefreut hat, war „die große Anteilnahme der Leute“ und dass alle sehr begeistert waren von ihrem Engagement: „Allgemein wurde ich von vielen auf mein Projekt angesprochen.“

Jetzt ist die freie Zeit vorüber, Johanna Juhnke arbeitet wieder. Sie ist froh, die freie Zeit so genutzt zu haben: „Mir hat es große Freude bereitet, einer so sinnvollen Arbeit nachzugehen. Im Hinterkopf hatte ich natürlich immer die Kinder. Mir ist es ein ganz besonderes Anliegen, dass ich die Kindern auf der Krebsstation in dieser schwierigen Zeit unterstütze“, sagt die junge Kinderhauserin.

Die Spenden von 3028 Euro, die sie für ihre 354 Masken erhalten hat, sind inzwischen bei der Kinderkrebshilfe gelandet. Die Übergabe an Vorstandsmitglied Norbert Gebker fand vor wenigen Tagen vor dem Büro der Kinderkrebshilfe statt. Die Spende wird genutzt zum Wohle der Patienten: Die Kinderkrebshilfe organisiert zum Beispiel für die jungen Patienten auf der Kinderkrebsstation des Uniklinikums Kunst- und Musiktherapie.

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