Ideen fürs Zentrum: Kinderhauser Bürger am Ball
Grüne Perspektive für Schotterplatz

Münster-Kinderhaus -

Mehr Atmosphäre durch eine neue Gestaltung soll der kleine Platz im Zentrum erhalten.

Dienstag, 26.05.2020, 18:42 Uhr
Den Schotterplatz im Zentrum in einen ansehnlichen Bereich zu verwandeln, hat sich die Kinderhauser Bürgerinitiative mit ihrem "Green-Culture-Projekt" vorgenommen.
Den Schotterplatz im Zentrum in einen ansehnlichen Bereich zu verwandeln, hat sich die Kinderhauser Bürgerinitiative mit ihrem "Green-Culture-Projekt" vorgenommen. Foto: Katrin Jünemann

Der Schotterplatz im Kinderhauser Zentrum hat, seit er besteht, noch nie so richtig überzeugen können, wie manche meinen. Nun könnte sich das ändern – eine Gruppe von Bürgern ist am Ball. Die Bürgerinitiative hat konkrete Vorschläge, die gemeinsam entstanden seien, berichtet die Künstlerin Mechthild Weiling-Bäcker .

Die Idee, Menschen zu verbinden und etwas für den Umweltschutz zu tun, sei schon im vorigen Jahr entstanden. Konkreter wurde es in puncto öffentlicher Raum Anfang des Jahres nach Gesprächen mit dem Grünflächenamt.

Inzwischen ist die Neugestaltung des Schotterplatzes Teil eines Green-Culture-Projekts, das mehrere Aspekte umfassen soll und vom Heimatministerium Nordrhein-Westfalen unterstützt werde, so Weiling-Bäcker. Zum einen gehe es um gemeinsames Handeln, etwa beim gemeinsamen Gärtnern oder beim Weben, das BI-Mitstreiterin Christiane Reinhard im „Freiraum“ an der Diesterwegstraße und im Heimatmuseum anbieten wolle. Es gehe auch darum, zum Thema „Der Heimat ein Zuhause geben“ ins Gespräch zu kommen, in Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule Münster: So sollen Interviews mit Kinderhausern geführt werden über das Bedürfnis, „sich zu verwurzeln: Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen?“. Die Aktivitäten des Green-Culture-Projekts sollen schließlich in einer Ausstellung zusammenlaufen.

Ihre Ideen zur Umgestaltung des Schotterplatzes hat die BI bei der Verwaltung eingereicht. Alle zielen darauf, eine lebendige, angenehme Aufenthalts-Atmosphäre zu schaffen durch das Aufbrechen der starren Strukturen. Und durch eine Bepflanzung statt grauen Schotters. Vor zwei Wochen gab es einen Ortstermin mit Stadtplanungsamt und Grünflächenamt. Wenn die bauliche Basis geschaffen sei, „können wir loslegen“, heißt es. In Kinderhaus gibt es mit der Grünschleife und den „Grünen Inseln“ Beispiele für mehrjährige Projekte in Bürgerhand. Mit der Münsterlandschule und der Übermittagsbetreuung der Grundschule am Kinderbach gebe es zwei Partner, die sich beteiligen wollten, berichtete Weiling-Bäcker. Freuen würde sich die Initiative wenn es auch Paten gäbe, sagte Karin von Borzyskowski.

Er könne sich vorstellen, dass es ein gutes Projekt werden könne, so Andreas Kurz vom Stadtplanungsamt, der beim Ortstermin dabei war. Wichtig sei, die Fragen der Investitionen und der Bereitschaft, das Platzprojekt vor Ort zu betreuen, zu klären.

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