Straßennamen fürs neue Kinderhauser Wohnquartier
„Moldrickx-Allee“ – „Monastirplatz“

Münster-Kinderhaus -

In geheimer Abstimmung fiel die Entscheidung für die Straßennamen „Monastirplatz“ und „Moldrickx-Allee“.

Mittwoch, 10.06.2020, 21:11 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 21:40 Uhr
Bilder wie dieses haben wohl viele im Kopf, wenn sie an die Gärtnerei Moldrickx denken
Bilder wie dieses haben wohl viele im Kopf, wenn sie an die Gärtnerei Moldrickx denken

Die Entscheidung ist gefallen: Der Platz im künftigen Wohnquartier im Herzen von Kinderhaus erhält den Namen „Monastirplatz“. In Erinnerung an die ehemalige Gärtnerei, die ein Jahrhundert lang das Bild an dieser Stelle von Kinderhaus prägte, erhält die zentrale Erschließungsstraße den Namen „Moldrickx-Allee“.

In geheimer Abstimmung, die CDU-Fraktionsvorsitzender Olaf Bloch beantragt hatte, fiel die Entscheidung für diese beiden Straßennamen.

In der Verwaltungsvorlage, die schon im März vorgelegen hatte, aber von der Tagesordnung der Bezirksvertretung abgesetzt worden war, waren Monastirplatz für den Platz, Azaleenweg für die Erschließungsstraße und Hugo-Moldrickx-Weg für einen Weg über das Privatgrundstück der Familie Molxdrickx vorgeschlagen worden.

Zu dieser Vorlage gab es nun, wie berichtet, zwei Änderungsanträge: von der CDU – auf Initiative der Ortsunion – sowie von SPD und Grünen. Die Benennung des kleinen Fußwegs, der nicht im aktuellen Baugebiet liegt, hatten beide Änderungsanträge ausgeklammert und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Der CDU-Vorschlag, Moldrickx­platz und Azaleenweg, stand in Konkurrenz zu dem Vorschlag Monastirplatz und Moldrickx-Allee.

CDU-Bezirksvertreter Lothar Wypyrsczyk führte aus, er sehe keinen echten Alternativvorschlag. Eine Benennung zum Beispiel nach der verstorbenen Kinderhauser Bildhauerin Anni Buschkötter wäre solch eine Alternative für ihn gewesen. Und Monastir sei eine Partnerstadt Münsters, aber nicht von Kinderhaus. Münsters Hafen sei eher ein Bezugspunkt für eine Hafenstadt.

Thomas Kollmann erläuterte als Vorsitzender des Monastir-Freundeskreises die aktive Partnerschaft zu der tunesischen Stadt: Viele Kinderhauser hätten Monastir besucht, es seien viele persönliche Kontakte entstanden. Monastir, seit 50 Jahren Partnerstadt von Münster, sei die einzige ohne Verortung in Münster.

Mit der Namensgebung an die 100-jährige Geschichte der Gärtnerei anzuknüpfen, sei Intention des Antrags von Grünen und SPD, erläuterte Ralf Kiewit (Grüne): deshalb der Vorschlag Moldrickx-Allee.

Soweit lägen die Vorschläge nicht auseinander, fasste CDU-Fraktionsvorsitzender Olaf Bloch schließlich zusammen. Offensichtlich fand der Vorschlag von SPD und Grünen auch interfraktionell viel Zustimmung, wie schließlich das Ergebnis der geheimen Abstimmung zeigte.

Kommentar AusgewogenIn geheimer Abstimmung fiel die Entscheidung über die Straßennamen für das künftige Wohnquartier im Herzen von Kinderhaus. Ein Zeichen dafür, dass es ein Gespür dafür gab, dass der Antrag von SPD und Grünen mehr Konsens finden würde. Geheime Abstimmungen sind in der Bezirksvertretung Nord nicht an der Tagesordnung: Die letzte gab es Anfang 2017 bei der Wahl von Udo Schonhoff zum zweiten stellvertretenden Bezirksbürgermeister.

 

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