BV-Mehrheit will Moorhock aus Baulandprogramm herausnehmen
Münsters Grünring soll nicht angetastet werden

Münster-Kinderhaus -

Mehrheitlich hat sich die BV Nord dafür ausgesprochen, den Moorhock aus der Bauleitplanung herauszunehmen.

Freitag, 12.06.2020, 22:25 Uhr aktualisiert: 12.06.2020, 22:40 Uhr
Die Grünen (v.l.) Peter Todeskino, Ralf Kiewit und Sonja Völker sicherten Christa Hartmann und Carmen Schoeneberg von der Bürgerinitiative Moorhock
Die Grünen (v.l.) Peter Todeskino, Ralf Kiewit und Sonja Völker sicherten Christa Hartmann und Carmen Schoeneberg von der Bürgerinitiative Moorhock Foto: Bündnis90 / Die Grünen

Mit der Fortschreibung des Baulandprogramms 2020 bis 2030 beschäftigte sich die Bezirksvertretung (BV) Nord unter dem Punkt Anhörungen. Bezirksvertreter Ralf Kiewit beantragte für die Grünen, den Bebauungsplan Moorhock aus dem Baulandprogramm herauszunehmen. Es gehe nicht nur um Altlasten, sondern auch um einen Eingriff in Münsters Grünring. „Wir möchten keinen Präzedenzfall an der engsten Stelle des Grünrings schaffen“, erklärte Kiewit. „Deshalb sind wir grundsätzlich dagegen.“ Die SPD schließe sich an, erklärte Fraktionsvorsitzende Marianne Hopmann. CDU-Fraktionsvorsitzender Olaf Bloch berichtete, die Verwaltung sei dabei, „das Ganze zu verschwenken, um den Grüngürtel nicht zu tangieren“.

Für den Änderungsantrag der Grünen, den Moorhock herauszunehmen, votierten Grüne, SPD und Linke. Der Änderungsantrag wurde mit zehn zu sieben Stimmen mehrheitlich angenommen. Die Fortschreibung des Baulandprogramms wurde mehrheitlich geändert beschlossen. Am 24. Juni steht sie auf der Tagesordnung des Rats.

Gewinner sei Sprakel, merkte Olaf Bloch mit Blick auf das Baulandprogramm insgesamt an und verwies auf den Bereich Landwehr und das zukünftige Gebiet Sprakel-Ost. In Kinderhaus gebe es noch die Fläche des ehemaligen Sportplatzes von Westfalia Kinderhaus. In Coerde indes gebe es außer dem Kiesekampweg keine Neubaugebiete.

Das Bündnis 90 / Grüne Münster hat derweil der Bürgerinitiative Moorhock bei einem Treffen volle Unterstützung zugesichert. „Wir werden alles in unserer politischen Macht stehende tun, um den Grünring zu schützen. Die Stadt Münster hat mit dem Grünring einen Schatz, den wir für kommende Generationen sichern müssen“, wird Oberbürgermeister-Kandidat Peter Todeskino in der Pressemitteilung zitiert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7447380?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F139%2F
Nachrichten-Ticker