Einstiges Westfalia-Areal am Wangeroogeweg
Pachtvertrag läuft bis September 2021

Münster-Kinderhaus -

Derzeit ist noch nicht absehbar, was langfristig aus dem ehemaligen Westfalia-Sportgelände wird. Sicher ist indes, dass in diesen Tagen Kunstschaffende in das dortige frühere Clubheim einziehen werden.

Dienstag, 14.07.2020, 23:37 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 14:16 Uhr
In dieser Woche ziehen Künstler ins ehemalige Westfalia-Vereinsheim ein. Nach dem Auszug einer Flüchtlingsfamilie soll im Gebäude zudem eine Unterkunft für Menschen in Wohnungsnot geschaffen werden.
In dieser Woche ziehen Künstler ins ehemalige Westfalia-Vereinsheim ein. Nach dem Auszug einer Flüchtlingsfamilie soll im Gebäude zudem eine Unterkunft für Menschen in Wohnungsnot geschaffen werden. Foto: kaj

Der SC Westfalia Kinderhaus ist längst an anderer Stelle beheimatet: Im Herbst 2014 erfolgte der Umzug auf die Sportanlage „Große Wiese“. Und da verwundert es nicht, dass sich so manch einer fragt, was aus dem alten Sportgelände nebst Vereinsheim am Wangeroogeweg wird, das sich im Besitz des Landschaftsverbands befindet.

Eine verbindliche Antwort auf diese Frage lässt derzeit noch auf sich warten, denn der Pachtvertrag zwischen der Stadt Münster und dem Landschaftsverband für das fast 25 000 Quadratmeter große Areal läuft nach Auskunft des städtischen Presse- und Informationsamts noch bis zum 30. September nächsten Jahres. Die Sportflächen würden nur noch „in Ausnahmefällen als Ausweichflächen“ genutzt, heißt es. „Die Pflegearbeiten und Belegungen sind auf ein Minimum reduziert.“

Im ehemaligen Westfalia-Clubheim-Gebäude, das Anfang der 1970er-Jahre von der Stadt gekauft und renoviert wurde und eine Nutzfläche von mehr als 1000 Quadratmetern hat, ist derzeit nach Angaben des Presseamts nur noch eine Flüchtlingsfamilie untergebracht. Doch die werde nicht mehr lange bleiben, da in direkter Nachbarschaft eine neue Flüchtlingseinrichtung gebaut worden sei.

„Wenn die jetzigen Bewohner ausziehen, soll unter dem Dach des Sportheims in Zukunft eine Wohnung für ,soziale Bedarfe‘ vorgehalten werden“, erläutert das Presseamt. Die Stadt wolle eine Unterkunft für Menschen in Wohnungsnot schaffen, eine Übergangsunterkunft. Doch damit nicht genug: Darüber hinaus sollen schon in dieser Woche junge Kunstschaffende im Rahmen eines zwölfmonatigen Stipendienprogramms ins einstige Westfalia-Clubheim einziehen, heißt es. Sie sollen dort wohnen und in Ateliers arbeiten können.

Nach Auskunft von Merle Radtke, Leiterin der münsterischen Kunsthalle, handelt es sich um vier Künstlerinnen und Künstler sowie einen Kurator, die im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms „Residence NRW+“ für die Dauer eines Jahres ihr Domizil in Kinderhaus haben.

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