Markt an der Westhoffstraße „nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben“
Rewe schließt zum Jahresende

Münster-Kinderhaus -

Etliche Kinderhauser dürften die Einschätzung des Unternehmens bedauern: Rewe hält seinen Markt an der Westhoffstraße für „nicht mehr zukunftsfähig“.

Montag, 27.07.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 18:00 Uhr
Soll Ende des Jahres geschlossen werden: der Rewe-Markt an der Westhoffstraße 110 in Kinderhaus.
Soll Ende des Jahres geschlossen werden: der Rewe-Markt an der Westhoffstraße 110 in Kinderhaus. Foto: Katrin Jünemannn

Der Rewe-Markt an der Westhoffstraße 110 wird zum Jahresende 2020 schließen. Das bestätigte Christiane Preisen, Pressesprecherin für die Region West der Rewe- Group. Manch einer in Kinderhaus wird dies vermutlich bedauern.

„Leider ist dieser Standort nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben und damit nicht mehr zukunftsfähig“, so die Auskunft der Rewe-Sprecherin weiter. Alle Mitarbeiter würden in andere Filialen des Unternehmens versetzt.

Was mit dem Objekt an der Westhoffstraße 110 künftig geplant ist, steht derzeit allerdings noch nicht fest. „Wir sind aktiv in der Konzeptionierung der Folgenutzung“, heißt es dazu aus der Hee­reman von Zuydtwyck‘schen Hauptverwaltung in Münster. Da die Immobilie nach der Brandsanierung vor rund zwölf Jahren „wie neu“ sei, habe eine Nutzung im vorhandenen Gebäude Priorität.

Am 4. März 2008 kämpften ab 22.40 Uhr fast 60 Kräfte der Feuerwehr gegen ein Großfeuer, das den ReweMarkt erfasst hatte. 17 Einsatzfahrzeuge standen auf der gesperrten Westhoffstraße. Waren im Wert von bis zu einer halben Million Euro waren damals nach Unternehmensangaben durch das Feuer vernichtet worden. Hinzu kam der Schaden an dem eingeschossigen Gebäude. Den Sachschaden bezifferte die Feuerwehr seinerzeit auf rund eine Million Euro. Menschen kamen nicht zu Schaden. Während der Sanierungsarbeiten hatte es am 6. August 2008 erneut ein Feuer gegeben, bei dem Teile der Außenfassade gebrannt hatten.

Rewe eröffnete schließlich am 5. Februar 2009 – elf Monate nach dem Großbrand – wieder. Elf Jahre später ist nun zum Jahresende endgültig Schluss.

Ein Lebensmittelsortiment wird seitens der Hee­reman von Zuydtwyck‘schen Hauptverwaltung für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Bioprodukte seien zum Beispiel eine Option, hieß es. Allerdings befinde man sich noch im Anfangsstadium der Überlegungen. Eine Wohnbebauung komme erst als vierter oder fünfter Schritt in Betracht.

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