Münsters grüner Norden: Auszeichnung aus Berlin
Anerkennung für die „Grünschleife“

Münster-Kinderhaus -

Der Bürgerpark „Grünschleife“ hat beim erstmals ausgelobten Wettbewerb „Stadtgrün“ des

Donnerstag, 06.08.2020, 05:07 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 16:24 Uhr
Bewohnerpark Grünschleife Kinderhaus
Bewohnerpark Grünschleife Kinderhaus Foto: Katrin Jünemann

Münsters grüner Norden ist ausgezeichnet worden: Der Bewohnerpark „Grünschleife“ hat beim erstmals ausgelobten Wettbewerb „Stadtgrün“ des Bundesministeriums des Innern für Bau und Heimat einen mit 5000 Euro dotierten Preis erhalten. Insgesamt wurden sechs Preise und sieben Anerkennungen vergeben, heißt es auf der Homepage des Ministeriums. 48 Projekte waren durch die Vorjury nominiert worden. Das Projekt „Grünschleife“ erhielt die Anerkennung in der Kategorie „genutzt“.

Seit 2008 hat sich die „Grünschleife“ mit Hilfe der Bewohner immer weiter entwickelt. Von Anfang an gab es eine Kooperation mit dem Begegnungszentrum Kinderhaus, Wolfram Goldbeck nahm die Fäden für das Grünflächenamt der Stadt Münster in die Hand. So entwickelte sich die 11 500 Quadratmeter große Grünfläche im Wohngebiet Brüningheide über die Jahre zu einem ansehnlichen Bürgerpark. Bei den jährlichen Pflege-Aktionen, moderiert vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, bei denen die Anlage auf Vordermann gebracht wird, werden nun auch Beete mit Gemüse zur Selbstbedienung bepflanzt. Pavillons hat die Grünschleife in den Jahren schon mehrere gesehen: Vor ein paar Wochen ist ein neuer Pavillon in einer stabilen Stahlkonstruktion aufgestellt worden.

Über die Anerkennung aus aus Berlin für die „Grünschleife“ ist Münsters Umweltdezernent Matthias Peck erfreut: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung des bürgerschaftlichen Engagements der Menschen in Kinderhaus und ihren Einsatz für die Umwelt.“  Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning gratuliert der Stadt Münster in einer Pressemitteilung zur besonderen Anerkennung beim Bundespreis „Stadtgrün“.

Es gibt in Münsters grünem Norden weitere Initiativen für das Ortsbild: Da ist zum Beispiel die Initiative „Grüne Inseln Kinderhaus“. Die ehrenamtliche Gruppe ist im Sommer wöchentlich im handfesten Einsatz an den Kreiseln und den umliegenden Beeten für ein schönes Kinderhaus. Entstanden ist das aus der Aktion „20 000 Narzissen für Kinderhaus“, initiiert vom ehemaligen, verstorbenen Kreisgärtnermeister Erich Welling und realisiert mit breiter Unterstützung der Kinderhauser Bürgerschaft.

Bewohnerpark Grünschleife Kinderhaus

Bewohnerpark Grünschleife Kinderhaus Foto: Katrin Jünemann

In Coerde riefen die Grünen vor einigen Jahren dazu auf, am Entree zum Stadtteil – am Hohen Heckenweg entlang – Beete anzulegen und dafür Patenschaften zu übernehmen. Die Idee kam an in Coerde, und viele machen mit: Es ist eine Idee jenseits von Parteipolitik. Kitas, beide Grundschulen und Bürger – auch anderer Parteien – engagieren sich für ihren Stadtteil.

Beetpatenschaften Hoher Heckenweg

Beetpatenschaften Hoher Heckenweg Foto: Katrin Jünemann

Anfang Oktober wird der Preis „Stadtgrün“ in Berlin übergeben.

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