Umrüstung der Ampel am Pastorsesch nach den Herbstferien
„Rot“ für Linksabbieger

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“Rot“ wenn die Kinder „Grün“ haben und ein neues Programm, neue LED-Signale sowie ein neues Steuerungssystem erhält die Ampel an der Kreuzung Kristiansandstraße / Pastorsesch.

Donnerstag, 03.09.2020, 05:09 Uhr
Seit November 2018 machen sich Eltern der Paul-Schneider-Schule für mehr Sicherheit an diesem Überweg an der Kristiansandstraße stark
Seit November 2018 machen sich Eltern der Paul-Schneider-Schule für mehr Sicherheit an diesem Überweg an der Kristiansandstraße stark Foto: kaj

Seit November 2018 kämpft die Elternschaft der Paul-Schneider-Schule für mehr Verkehrssicherheit für die rund 280 Schüler. Nun wird es einen Schritt nach vorn geben: Voraussichtlich nach den Herbstferien, Ende Oktober, soll die Ampel am Pastorsesch umgerüstet werden.

Dazu gehört laut Auskunft des städtischen Presseamts „ein neues Programm, neue LED-Signale und ein neues Steuerungssystem“. Die alten Masten bleiben, aber das technische „Innenleben“ werde erneuert.

Und: Die Ampel erhält, wie im Februar dieses Jahres vom Tiefbauamt angekündigt, ein Auffangsignal direkt am Überweg, den die Schulkinder benutzen. Die Autofahrer sehen „Rot“, wenn die Kinder „Grün“ haben.

Autofahrer, die aus dem Pastorsesch – aus Richtung Friedhof oder aus Richtung Jugendheim – in Richtung Grevener Straße abbiegen, werden direkt vor dem Überweg mit einer zusätzlichen „Ampel“ gestoppt, sobald die Kinder „Grün“ haben. An den Ampelmasten des Überwegs wird es für die Autofahrer das Signal „Rot“ geben.

Die Eltern hatten 2018 zunächst versucht, Tempo 30 in Höhe der Schule auf der Kristiansandstraße zu bekommen. Daraus wurde nichts, obwohl auch SPD, CDU und Grüne diesen Ansatz mit Anträgen in der Bezirksvertretung Nord unterstützt hatten.

Tempo 30 sei nicht möglich, weil die gesetzlichen Vor­aussetzungen nicht gegeben seien, da die die Paul-Schneider-Schule keinen direkten Zugang zur Kristiansandstraße habe, sondern vom Pastorsesch aus erreicht werde, so die Argumentation der Verwaltung.

Doch da die Mehrzahl der Schüler auf ihrem Schulweg die Kristiansandstraße überquert und dann hinter der Litfaßsäule in den Friesenweg einbiegt, hatten die Eltern diese Argumentation nicht nachvollziehen können.

Nun gibt es also nach Auskunft des städtischen Presseamts eine technische Umrüstung für rund 18 000 Euro.

Die Eltern hatten bereits im vorigen Jahr nach den Herbstferien einen Lotsendienst eingerichtet: Morgens von 7.45 bis 8.05 Uhr steht seither ein Elternteil mit einer gelben Weste an der Pastors­esch-Ampel und passt auf. Das ist auch aktuell wieder so, seit die Schule nach der coronabedingten Unterbrechung ihren Unterricht im Schulgebäude wieder aufgenommen.

Nun sind die Würfel gefallen. Das Amt für Mobilität und Tiefbau hat entschieden, Nägel mit Köpfen zu machen. Die Ampelanlage soll komplett erneuert werden. Die Ampel stamme noch aus den 1980er-Jahren, hieß es am Freitag auf Anfrage im Fachamt. Die neue Anlage soll mit leistungsstärkerem LED-Licht ausgestattet werden, das auch bei schlechten Sichtbedingungen deutlich besser wahrnehmbar ist.
Nun müsse die Erneuerung der Ampelanlage ausgeschrieben werden, so das Amt für Mobilität und Tiefbau am Freitag.

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