Situation im Wohnquartier Brüningheide
Erste Renovierungen in Aussicht

Münster-Kinderhaus -

Seit Jahren beschweren sch die Bewohner des Wohnquartiers Brüningheide über den schlechten Zustand ihrer Häuser und Wohnungen. Nun ist eine Verbesserung in Sicht. De Inhaber hat signalisiert, mit den ersten Sanierungen zu beginnen.

Donnerstag, 10.09.2020, 17:19 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 16:56 Uhr
Ruth Caruso und Thomas Kollmann vor dem nach ihrer Meinung arg sanierungsbedürftigen Haus an der Brüningheide 15.
Ruth Caruso und Thomas Kollmann vor dem nach ihrer Meinung arg sanierungsbedürftigen Haus an der Brüningheide 15. Foto: Niklas Dietrich

Die Mieterinnen und Mieter der ehemaligen BGP-Wohnbestände im Wohnquartier Brüningheide wünschen sich von dem neuen Eigentümer, seit dieser die Bestände im April 2019 übernommen hat, eine umfassende Sanierung ihrer stark mängelbehafteten Bleiben. Nun könnte langsam Bewegung in die Sache kommen.

Wie Ruth Caruso , Vertreterin des „Sozialbüros der Kirchengemeinden St. Josef und Markus“ und Thomas Kollmann , Leiter des Begegnungszentrums Kinderhaus im Gespräch am Donnerstag mitteilten, sei für Ende September ein gemeinsamer Rundgang mit dem neuen Inhaber, der „Zentral Boden Immobilien Gruppe“ (ZBI), geplant. Danach wolle die ZBI ein Gesamtkonzept für die Sanierung der Baukomplexe in den nächsten Jahren erarbeiten. Die Gebäude der Killingstraße 15-31 sollen laut ZBI schon ab 2021 allumfassend renoviert werden, da dort besonders schwere Mängel festgestellt worden seien.

„Dass jetzt zumindest ein Teil der Sanierung in Aussicht steht, ist für uns eine gute Nachricht“, sagt Thomas Kollmann. „Wir sehen aber nach wie vor großen Handlungsbedarf für rund 500 Wohnungen, insbesondere in den Gebäuden Brüningheide 65-73. Hier muss auch möglichst bald etwas passieren, denn der Schimmel und die kaputten Heizkörper sind überwiegend noch nicht beseitigt worden. Wir sind der Ansicht, dass dort mit überschaubarem Aufwand schon viel erreicht werden kann“, so Kollmann weiter.

Nach Jahren des Stillstandes, in denen sich die ständig wechselnden Eigentümer der Wohnanlagen fast überhaupt nicht um die notwendige Erhaltung der Wohnungen gekümmert hätten, sei es ein erstes gutes Zeichen, dass nun zumindest die Kommunikation mit der ZBI besser funktioniere und man dort nicht auf taube Ohren stoße. Auch dass bereits kleinere Arbeiten, wie beispielsweise an den Aufzügen oder bei der Armeisenbekämpfung, erledigt worden seien, deute man als positives Signal.

„Wir sind froh, dass sich das Amt für Wohnungswesen der Stadt Münster ebenfalls für die Sanierung stark macht und eigene Fördermöglichkeiten für die Sanierung prüft. Wir stehen schon einige Zeit in einem sehr guten Dialog miteinander“, sagt Ruth Caruso. Außerdem habe man NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) informiert. Bei ihrem Besuch in Kinderhaus im Juli wurde ihr ein Bericht zu der Situation in den Gebäudekomplexen Brüningheide überreicht.

„Die Bewohner haben große Hoffnungen, dass sich ihre Situation jetzt bessert. Trotzdem haben viele immer noch Angst vor dem Verlust ihrer Wohnung“, erklärt Caruso die Situation der Mieter. „Die Mieten hier müssen auch weiterhin bezahlbar bleiben. Besonders für Menschen mit niedrigem Einkommen und jene, die Transferleistungen beziehen, ist das wichtig. Es ist gut, dass wir jetzt endlich an den Start kommen, aber wir werden weiter dafür kämpfen, dass die dringenden Verbesserungen erreicht werden. Die ZBI weiß, dass der Handlungsbedarf da ist,“ ergänzt Kollmann.

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