Kostenloser Podcast zum Tag des offenen Denkmals
Das Leprosenhaus erzählt von sich

Münster-Kinderhaus -

Das Leprosenhaus erzählt von sich und seiner Historie höchst selbst – in einem sogenannten Podcast, also einem im Internet herunterzuladenden Beitrag. Dieser ist ab dem morgigen Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, abzurufen.

Freitag, 11.09.2020, 16:56 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 18:27 Uhr
Das Lepramuseum gehört zu den landesweit zwölf Denkmälern, zu denen ein kostenloser Podcast abrufbar ist.
Das Lepramuseum gehört zu den landesweit zwölf Denkmälern, zu denen ein kostenloser Podcast abrufbar ist. Foto: kaj

Das Leprosenhaus in Kinderhaus hat eine spannende und bewegte Geschichte. Interessierte haben nun die Möglichkeit, eben diese Vergangenheit näher kennenzulernen. Und das Haus erzählt von sich und seiner Historie höchst selbst – in einem sogenannten Podcast, also einem im Internet herunterzuladenden Beitrag. Dieser ist ab dem morgigen Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals , abzurufen. Dieser Tag des offenen Denkmals findet aber nicht wie sonst üblich als Besuchsmöglichkeit verschiedener Denkmäler statt, sondern in digitaler Form.

Dass das Leprosenhaus einen eigenen und kostenlos zu nutzenden Podcast bekommt, ist einer Kooperation von West-Lotto und der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz zu verdanken. Sie entwickelten ein landesweites Projekt mit dem Titel „Das sprechende Denkmal“. An zwölf Denkmalen im gesamten Bundesland werden laut einer Mitteilung von West-Lotto neue informativ-unterhaltende Podcasts abzurufen sein --. darunter auch das Kinderhauser Museum.

Die Denkmale erzählen in der Ich-Form ihre eigene Geschichte, daher der Titel „Das sprechende Denkmal“. Im Ton und Duktus sind die Podcasts so gehalten, „dass sie es den Hörern einfach machen, in die Geschichte einzutauchen und eine emotionale Bindung und Identifikation aufzubauen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Beiträge sprechen niedrigschwellig alle Besucher an, auch junge Leute sowie Menschen, die sonst nicht zu den regelmäßigen Museumsgästen gehören.

Die Podcasts sollen in zwei bis fünf Minuten ein Gefühl für das historische Umfeld und die Lebensumstände der Menschen von damals vermitteln. Vor allem arbeiten sie heraus, warum dieses ausgewählte Denkmal auch heute noch etwas zu sagen hat und welche heute noch bedeutungsvolle Botschaft es an die Menschen im 21. Jahrhundert sendet. 

Am Leprosenhaus wird ein sogenannter QR-Code angebracht, über die Besucher mittels ihres Smartphones einfach und kostenlos einen Audiobeitrag zum Denkmal anhören können. Alle Beiträge können auch zentral auf der Webseite www.sprechendes-denkmal.de abgerufen und angehört werden.

„Die Besucher der Denkmale werden nicht nur für ein paar Minuten gut unterhalten, sondern sie erspüren auch die Bedeutung der jeweiligen Orte und warum es sich lohnt, in deren Erhaltung und Pflege zu investieren“, wird Christiane Jansen, Geschäftsführerin von West-Lotto in der Pressemitteilung zitiert.

Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, begrüßt das neue Angebot besonders auch als einen sinnvollen Baustein im Jahr der Corona-Pandemie: „Im Jahr 2020 findet der Tag des offenen Denkmals aus Gründen des Gesundheitsschutzes erstmalig digital statt. Dazu passen die Podcasts der sprechenden Denkmale sehr gut.“

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