Sondierungsgespräche der neuen Bezirksvertretung Nord beginnen
Ein grüner Bezirksbürgermeister?

Münster-Nord -

Am 10. November tagt die neue Bezirksvertretung Nord zum ersten Mal. Wer künftig Münsters Norden als Bezirksbürgermeister vertritt, ist eine spannende Frage.

Samstag, 19.09.2020, 05:48 Uhr
Im Bürgerhaus Kinderhaus findet am 10. November die erste Sitzung der neuen BV Nord statt.
Im Bürgerhaus Kinderhaus findet am 10. November die erste Sitzung der neuen BV Nord statt. Foto: Katrin Jünemann

Noch sind es gut sieben Wochen, bis die neue Bezirksvertretung (BV) Nord zu ihrer ersten, der konstituierenden Sitzung zusammentritt. Sie findet am 10. November (Dienstag) ab 17 Uhr im Bürgerhaus Kinderhaus statt.

Dann werden die 19 Mitglieder der neuen BV Nord vereidigt. Spannend dürfte werden, wer künftig Münsters Norden als Bezirksbürgermeister vertritt.

Bislang hatte Manfred Igelbrink von der SPD diesen Ehrenposten inne. Seine Stellvertreter waren Werner Abbing von der CDU und Udo Schonhoff von den Grünen. Beide gehören dem neuen Gremium nicht mehr an.

Mit dem Ergebnis der Kommunalwahl werden die Karten in Münsters Norden nun neu gemischt. Zugelegt haben die Grünen, die die Anzahl ihrer Sitze in der Bezirksvertretung Nord, wie berichtet, von drei auf fünf gesteigert haben.

Die SPD indes ist von sechs auf vier Sitze gerutscht. Die CDU bleibt unverändert bei sieben Sitzen. Die SPD wäre für die CDU, da braucht man kein Hellseher zu sein, sicher ein interessanter Partner. Doch die CDU befindet sich laut Olaf Bloch derzeit noch im Oberbürgermeister-Wahlkampf und hat BV-Fragen vorerst verschoben.

Das ursprünglich für Mittwoch anberaumte erste interne Gespräch der SPD-Fraktion ist aus Termingründen auf nächste Woche verschoben worden, berichtete Manfred Igelbrink.

Die Grünen-Fraktion indes hat sich bereits zu einem Gespräch getroffen. Mit der Freude über den Wahlerfolg sei natürlich auch das Bewusstsein über den Zuwachs an Verantwortung verbunden, „der wir uns aber gerne stellen werden“, so Ralf Kiewit in einer Stellungnahme. „Daher werden wir in den anstehenden Verhandlungen mit den anderen in der BV vertretenen Parteien das Amt des Bezirksbürgermeisters für Bündnis 90/Grüne in Anspruch nehmen“, fügt er hinzu.

Als Erstes werde den Kollegen der SPD ein gemeinsamer Termin angeboten. Dazu sei bereits ein erster Telefonkontakt verabredet. „Parallel wollen wir auch in Kontakt zu den Vertretern von FDP und Linken treten, um die Möglichkeit einer Zusammenarbeit auszuloten. Einem Gesprächsangebot der CDU werden wir uns nicht verschließen“, so Kiewit weiter. Dazu wollten die Grünen aber zunächst die Wahl zum Oberbürgermeister am 27. September abwarten.

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