Kinderhaus: Pfarrer Ulrich Messing bittet um finanzielle Unterstützung
Caritas startet wieder durch

Münster-Kinderhaus -

Die Caritas St. Marien und St. Josef in Kinderhaus will auch in Corona-Zeiten bedürftigen Mitbürgern helfen. Sie hofft dafür auf Spenden.

Donnerstag, 24.09.2020, 17:40 Uhr
Das Caritas-Leitungsteam von St. Marien und St. Josef (v.l.) um Pfarrer Ulrich Messing, Claudia Jansen und Marion Biemann freut sich über jede Unterstützung. Spenden sind gerngesehen.
Das Caritas-Leitungsteam von St. Marien und St. Josef (v.l.) um Pfarrer Ulrich Messing, Claudia Jansen und Marion Biemann freut sich über jede Unterstützung. Spenden sind gerngesehen. Foto: hpe

Der Vater fuhr Taxi, die Mutter arbeitete in einer Großküche. Beide haben durch Corona ihre Einkommensmöglichkeiten verloren. Eine Frau, die wegen einer Erkrankung zur Hochrisikogruppe gehört, traut sich aus Angst vor der Ansteckungsgefahr nicht mehr aus der Wohnung.

„Die Pandemie hat die Not in vielen Familien enorm vergrößert. Wir als Caritas in Kinderhaus sind gefragt wie nie und brauchen jetzt die solidarische Unterstützung der Menschen, die uns finanziell helfen können“, sagt Pfarrer Ulrich Messing vom Seelsorgeteam der Kirchengemeinden St. Marien und St. Josef in Kinderhaus.

Gemeinsam mit Marion Biemann und Claudia Jansen, die ebenfalls zum lokalen Caritas-Vorstand gehören, organisiert Messing getreu dem Motto „Not sehen und handeln“ Hilfen, die ankommen im Stadtteil – auch unter erschwerten Corona-Bedingungen.

Messing: „Im Sozialbüro sind die Gutscheinkarten für den Lebensmitteleinkauf heiß begehrt, wir haben schon über 100 Haushalten in Existenznöten schnell und unbürokratisch helfen können.“ „Mit Dankbarkeit“, so Messing, erinnere er sich an die intensiven Begegnungen mit den betroffenen Bürgern. Auch die Aktion „Gratis-Tornister mit Inhalt“ zum Schulanfang war für viele Kinder im Stadtteil eine willkommene Hilfe. Messing: „Kinderaugen haben gestrahlt, die Eltern waren entlastet und dankbar.“

Im Sozialbüro ist inzwischen die direkte Beratung Auge in Auge, aber mit Abstand, wieder möglich . Auch der Gesprächskreis für pflegende Angehörige hat seine Arbeit aufgenommen, die Caritas-Gruppe „Miteinander“ kümmert sich wieder um Menschen mit Demenz und psychischen Erkrankungen.

Die Frauen vom „Freiraum“ haben ihren Nähtreff nach der Corona-Zwangspause wieder beleben können, auch das Sozialkaufhaus Obolus ist wieder geöffnet. Aktuell können allerdings nur Waren ausgegeben und keine weiteren Sachspenden angenommen werden.

Messing: „Es besteht auch bei den Ehrenamtlichen eine große Bereitschaft, wieder mehr aktiv werden zu können. Was uns fehlt, sind finanzielle Möglichkeiten.“ Während der Corona-Pandemie fielen Basare und andere Quellen weg. „Es kam zu Einnahmeausfällen, deshalb sind wir für jede Geldspende jetzt besonders dankbar.“  

Wer die Caritas in Kinderhaus mit einer Spende unterstützen will, kann diese auf das Spendenkonto „Caritas St. Marien und St. Josef“, IBAN: DE 83 4005 0150 0009 0072 46. BIC: WELADED1MST überweisen.

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