Musikalische Alternative in den Gottesdiensten
Solo-Künstler bereichern Angebot

Münster-Nord -

Was tun, wenn die musikalischen Möglichkeiten in den Gottesdiensten begrenzt sind? Die katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef, zu der Kinderhaus und Sprakel gehören, hat da eine Idee.

Mittwoch, 18.11.2020, 18:01 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 18:04 Uhr
Kirchenmusikerin Sabrina Blüthmann und Pfarrer Ulrich Messing freuen sich auf solo-selbstständige Musiker, die in Gottesdiensten mitwirken.
Kirchenmusikerin Sabrina Blüthmann und Pfarrer Ulrich Messing freuen sich auf solo-selbstständige Musiker, die in Gottesdiensten mitwirken. Foto: Hubertus Kost

Chancen für solo-selbstständige Musiker, Bereicherung für Gottesdienste: Die katholische Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef, zu der Kinderhaus und Sprakel gehören, gibt solo-selbstständigen Musikern, die wegen der Corona-Pandemie kein Engagement haben, die Möglichkeit, in Gottesdiensten aufzutreten und damit etwas zu ihrem Lebensunterhalt beizutragen.

„Der vorsichtige Auftakt am vergangenen Wochenende war ein Erfolg,“ freut sich Ulrich Messing . Für den leitenden Kirchenpfarrer, der auch für die Gemeinde St. Franziskus zuständig ist, war anschließend klar: „Dieses Angebot machen wir mindestens bis zum Ende des Jahres.“

Die St.-Josef-Kirche lädt eigentlich über das ganze Jahr hinweg zu einer Reihe von Veranstaltungen mit Kirchenmusik ein. Wegen Corona war das nicht möglich und wird es auch in nächster Zeit nicht sein. „Wie bekommen wir in anderer Form Musik in die Kirche?“, überlegte Pfarrer Messing. „Und was dürfen wir?“ Dabei entstand die Idee einer – wie man heute sagt – Win-win-Situation: „Wir fragen selbstständige Musiker, die zur Zeit kein Engagement haben, ob sie in einer Kirche spielen wollen, und wir bereichern damit unsere Gottesdienste“, sagt der Pfarrer. Finanzielle Mittel seien vorhanden, nämlich das Geld, das für die ursprünglich geplanten Konzerte nicht ausgegeben wurde.

Sabrina Blüthmann , Kirchenmusikerin in der Gemeinde, war von der Idee sofort überzeugt. Sie nutzte ihre Kontakte zu Musikern, um sie für Solo-Auftritte in Gottesdiensten zu gewinnen. Es gab viele positive Rückmeldungen, denn die Solo-Selbstständigen sind gut vernetzt.

„Wir wollen die Vielfalt der Musiker nutzen und uns inspirieren lassen,“ sagt Sabrina Blüthmann. Das gilt für die Stücke (nicht nur Kirchenmusik) und für die Instrumente, bei denen sogar eine Harfe im Angebot ist. Beim Auftakt überwog klassische Musik von Bach und Mozart. Übrigens sind auch gesangliche Darbietungen möglich.

Die Kirchenmusikerin koordiniert die Auftritte und bespricht sie mit den Solisten. Vier bis fünf Darbietungen in einem Gottesdienst sind möglich.

„Wir wollen mit dieser Gestaltung von Gottesdiensten auch ein Signal geben,“ sagt Ulrich Messing. Will heißen: Das neue Angebot ist durchaus zur Nachahmung in anderen Gemeinden empfohlen.

Interessierte solo-selbstständige Musiker können mit Sabrina Blüthmann Kontakt aufnehmen ( 0 15 23 / 7 15 06 28).

Die Termine für die nächsten Gottesdienste, die von Solisten mitgestaltet werden, sind in folgenden Kirchen: Samstag (21. November) um 17 Uhr in St. Norbert, um 17.30 Uhr in St. Josef, um 18.30 Uhr in Thomas Morus sowie um 18.45 in St. Marien; Sonntag (22. November) um 8.30 und um 11 Uhr in St. Josef.

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