Corona-Alternative zur Ausstellung im Heimatmuseum
Krippen in den Schaufenstern

Münster-Kinderhaus -

Im Heimatmuseum kann erstmals – coronabedingt – keine Krippenausstellung stattfinden. Dafür gibt es Krippen auf Leinwand in Kinderhauser Geschäften. Die Idee hatte Walter Schröer.

Mittwoch, 25.11.2020, 05:53 Uhr
Krippen-Ausstellung einmal ganz anders: Walter Schröer (l.) und Dr. Christopher Görlich verteilen Fotos mit Krippenmotiven, die in den Schaufenstern Kinderhauser Geschäfte gezeigt werden.
Krippen-Ausstellung einmal ganz anders: Walter Schröer (l.) und Dr. Christopher Görlich verteilen Fotos mit Krippenmotiven, die in den Schaufenstern Kinderhauser Geschäfte gezeigt werden. Foto: Hubertus Kost

Auch in diesem Jahr wird es in Kinderhaus die traditionelle Krippenausstellung geben – allerdings coronabedingt nicht im Heimatmuseum , sondern auf großformatigen Fotos in Geschäften im Zen­trum des Stadtteils.

Ab dem Wochenende sind dort 16 Krippen zu sehen. Die Idee hatte Walter Schröer in einer – wie er selbst sagt – „schlaflosen Nacht“. Den stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus, die Träger des Heimatmuseums ist, ließ der Gedanke nicht ruhen, wie man die Krippenausstellung aus dem kleinen Museum irgendwie in die Öffentlichkeit bringen könnte. „Da muss doch was gehen“, überlegte der Hobby-Fotograf.

Dann fand er eine Lösung, mit der er den Vereinsvorsitzenden Dr. Christopher Görlich ganz schnell überzeugte: Krippen als Foto-Ausstellung. Walter Schröer fotografierte 16 Krippen, ließ die Fotos in unterschiedlichen Formaten auf Leinwand vergrößern und auf Rahmen spannen.

Der nächste Schritt war auch schnell getan. Walter Schröer kennt sich in der Geschäftswelt des Stadtteils gut aus und fand mit seiner Idee bei allen, die er ansprach, positive Resonanz. Gemeinsam mit Dr. Christopher Görlich hat er nun die Krippen-Motive verteilt, die in den Schaufenstern gezeigt werden.

Rückblende: Nach dem ersten Corona-Lockdown wurde auch das Heimatmuseum wieder geöffnet, und es kamen sogar viele neue Besucher, erinnert sich Görlich. Seine Vermutung: Viele Menschen, die in der Urlaubszeit nicht verreist waren, hätten sich deshalb auf „nahe Ziele“ konzentriert – darunter eben auch das Heimatmuseum Kinderhaus. Ein Effekt, der eine Fortsetzung erkennen ließ.

Dann kam die nächste Corona-Welle und damit die erneute Schließung des Museums. Die Krippenausstellung war nicht mehr im Gespräch. Seit Mitte der 1980er-Jahre gibt es diese Ausstellung, die zu den besonderen Veranstaltungen der Bürgervereinigung Kinderhaus für Kultur, Heimatpflege und Naturschutz gehört. Bis zu 250 Krippen unterschiedlicher Ausprägungen werden gezeigt.

Diese Ausstellung findet zum ersten Mal nicht statt, aber Schröer ist überzeugt, dass auch die Foto-Krippen großes Interesse finden werden. Übrigens: Wenn weitere Geschäfte Krippen-Bilder ausstellen wollen, können sie sich mit Walter Schröer in Verbindung setzen, der dann Fotos vergrößern lässt:  015 77  / 314 77 35.

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