Konzept des neuen Eigentümers ZBI
Die Zeichen stehen auf Sanierung

Münster-Kinderhaus -

Die Zentral Boden Immobilien-Gruppe (ZBI) kündigt ein umfangreiches Sanierungskonzept an.

Samstag, 12.12.2020, 06:26 Uhr aktualisiert: 12.12.2020, 06:30 Uhr
Ihren Schwerpunkt will die ZBI im kommenden Jahr nach eigenem Bekunden auf die Sanierung der Killingstraße 15 bis 31 legen.
Ihren Schwerpunkt will die ZBI im kommenden Jahr nach eigenem Bekunden auf die Sanierung der Killingstraße 15 bis 31 legen. Foto: kaj

Einen neuen Impuls für die Wohnsituation in der Schleife erwarten Politik, die Kirchen im Stadtteil und auch das Begegnungszentrum Kinderhaus vom neuen Eigentümer der 638 Wohneineinheiten im Wohngebiet Brüningheide: von dem Fonds der Zentral Boden Immobilien-Gruppe (ZBI) unter Beteiligung von Union Investment . Zuvor befand sich der Wohnungsbestand im Eigentum der Immobiliengruppe BGP.

Im Juni hatte Gabriele Regenitter , Leiterin des Amts für Wohnungswesen, der Bezirksvertretung Nord angekündigt, dass der neue Eigentümer an einem Sanierungskonzept arbeite. Das liegt der Bezirksvertretung nun vor.

Ihren Schwerpunkt will die ZBI nach eigenem Bekunden im kommenden Jahr auf die Sanierung der Killingstraße 15 bis 31 legen, sobald die bereits für 2020 geplanten Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen seien. Das sei abhängig von den Kapazitäten der Firmen und der weiteren Entwicklung.

Einige Maßnahmen hätten aus Kapazitätsgründen schon auf 2021 verschoben werden müssen, habe die ZBI mitgeteilt, so das Amt für Wohnungswesen. Das Sanierungsvolumen sei laut ZBI deshalb „nicht unerheblich“: Deshalb könnten noch keine Angaben zur Sanierung der Brüningheide 65 bis 73 gemacht werden.

An erster Stelle der Liste der ZBI stehen die Aufzüge. Beauftragt worden sei die Sanierung von vier Aufzugsanlagen: zwei in der Brüningheide 65 sowie in der Killingstraße 15 und 29. Sie soll vor­aussichtlich planmäßig, heißt es, bis Ende des ersten Quartals 2021 abgeschlossen sein. Im kommenden Jahr sollen zusätzlich – je nach Umfang – sechs bis acht weitere Aufzugsanlagen saniert werden. Ein Planungsbüro sei im Oktober mit Ausschreibung und Steuerung der Maßnahme beauftragt worden.

Die Sanierung von zwei Spielplätzen im Bereich Sprickmannstraße steht noch aus: Wegen der langen Lieferzeiten für Spielgeräte sei der Abschluss bis zum ersten Quartalsende 2021 geplant.

Eigentlich sei vorgesehen gewesen, die noch nicht sanierten Dächer der Gebäude Killingstraße 16 bis 20 sowie Brüningheide 111 bis 121 bis Ende dieses Jahres zu überarbeiten. Doch den Fachfirmen fehlten die Kapazitäten: So habe eine Beauftragung noch nicht erfolgen können. Es werde auf eine schnelle Bearbeitung gehofft.

Die Eingangsbereiche der Häuser Killingstraße 16 bis 20 sowie Brüningheide 111 bis 121 sind im Fokus: Eine Firma sei akquiriert worden, die in einem ersten Schritt die Eingangsstufen instandsetzen soll. Diese Arbeiten sollen laut ZBI bis zum Ende des ersten Quartals 2021 abgeschlossen werden. Geplant sei für kommendes Jahr bei den Eingangsbereichen eine Instandsetzung der Türen sowie eine Optimierung der Beleuchtung.

Ein Anstrich der Treppenhäuser inklusive Türen und eine Verbesserung der Beleuchtung sei auch für die Sprickmannstraße 31 bis 41 geplant. Für 2021 sei zudem „die Sanierung aller Treppenhäuser einschließlich der Optimierung der Beleuchtung für die Killingstraße 15 bis 31 vorgesehen“, heißt es im Schreiben der ZBI.

Mängel an den Tiefgaragen wurden und würden zeitnah beseitigt, heißt es. So könne die Vermietung der Tiefgaragen Brüningheide 65, Sprickmannstraße 39/41 und Killingstraße 27 wieder angegangen werden. Die Instandsetzung der Tiefgarage im Bereich Sprickmannstraße 10 bis 14 werde Anfang 2021 umgesetzt. Für die Tiefgarage Killingstraße 19/21 werde nächstes Jahr ein Konzept erarbeitet, das 2022 umgesetzt werden solle.

Fassaden, Balkone, Laubengänge und Treppenhäuser sind ein weiterer Punkt. In 14 akuten Fällen erfolge derzeit eine Sanierung der Balkone. Im kommenden Jahr sollen dann die Laubengänge in der Killingstraße 15 bis 31 folgen.

Auf den neusten Stand der Technik, so die ZBI, soll 2021 die Heizungsanlage in der Killingstraße 11 bis 15 und 16 bis 20 sowie in der Brüningheide 111 bis 145 gebracht werden. Weiterer Handlungsbedarf an den Heizungsanlagen bestehe nach aktuellem Kenntnisstand nicht.

Das Amt für Wohnungswesen begrüße die kontinuierliche Kommunikation zwischen ZBI und Verwaltung ebenso wie die angekündigten konkreten Maßnahmen, heißt es in dem Bericht an die Bezirksvertretung Nord.

Das Amt für Wohnungswesen kündigt darin zugleich an: „Die Verwaltung wird den eingeleiteten Prozess zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation der Mieter und Mieterinnen vor Ort weiterhin engmaschig begleiten und nachhalten.“

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