Nikolaus erreicht Kinderheim auf dem Bildschirm
Video aus der Weihnachtswerkstatt

Münster-Kinderhaus -

Dieses Jahr war alles anders. Auch die weihnachtliche Paketaktion für das Kinderheim Jaksice. Es hat alles geklappt, und der Förderverein freut sich über die große Unterstützung.

Donnerstag, 24.12.2020, 06:15 Uhr aktualisiert: 24.12.2020, 06:21 Uhr
Nikolaus kam diesmal per Video auf den Bildschirm ins Kinderheim in Jaksice, die Pakete brachte
Nikolaus kam diesmal per Video auf den Bildschirm ins Kinderheim in Jaksice, die Pakete brachte Foto: Förderverein

Geschenke und Weihnachtsgrüße aus Kinderhaus haben die Kinder und Jugendlichen im Kinderheim und in den Wohngruppen in Jaksice rechtzeitig vor Weihnachten erreicht. Und die Freude sei groß gewesen, berichtete der Vorstand des Fördervereins Jaksice.

Normalerweise machen sich Vorstandsmitglieder seit 1992 jedes Jahr persönlich auf den Weg in das rund 1200 Einwohner große Dorf in Polen. Doch was ist in diesem Jahr schon normal . . .

Also gab es dieses Mal coronabedingt eine weihnachtliche Variante mit einer befreundeten Spedition. Und die hat zuverlässig die Gaben aus Kinderhaus abgeliefert, die zuvor in der großen Weihnachts­werk­statt Paket für Paket sorgsam verpackt worden waren.

 

Viel Raum war aus Corona-Schutzgründen fürs Lagern und Einpacken angesagt – und der Förderverein habe das Glück gehabt, dafür die Lagerhalle von Zumnorde am Messkamp nutzen zu können, berichtete Wolfgang Lödde , Vorsitzender des Fördervereins Jaksice.

Die Weihnachtswerkstatt brummte: Sieben Helfer waren in der Werkstatt des Nikolauses im Einsatz. 21 Kartons wurden gepackt und mit Bildern von früheren Aktionen beklebt. Hinzu kamen drei Euro-Paletten mit weiteren Gaben.

Für die Kinder in Jaksice gab es dann als anschauliche Illu­stration ein Video aus dieser Weihnachtswerkstatt, das sie sich vor der Bescherung anschauen konnten. Vereinsmitglied Regina Franz fungierte wieder als Dolmetscherin und verfasste dafür den Bericht aus der Nikolauswerkstatt.

Rückschau: Im Oktober hatte der Förderverein Jaksice noch optimistisch gehofft, es werde laufen wie immer. Als klar wurde, dass das nun wirklich nicht der Fall sein würde, wurde zügig umdisponiert. Wolfgang Lödde: „Absagen war keine Option.“ Die Paketspender wurden angeschrieben, informiert und in die Planung eingebunden. Es gab etliche vereinsinterne Online-Beratungsmeetings. „Wichtig war uns auch, dass sich niemand extra in Geschäfte begeben sollte“, erläuterte Lödde. Also bat der Förderverein um Briefe und Karten für die Kinder. Und das hat geklappt: „Alle Kinder haben Grüße bekommen“, freute sich der Vorstand. Viele hätten auch gespendet, damit Wunsch-Pakete für die Gruppen zusammengestellt werden konnten. Lödde: „In dieser Größenordnung hatten wir das nicht erwartet“, sagt er in Rekurs auf die Spenden. „Wir konnten viel einkaufen“, freute sich auch Geschäftsführer Winfried Wilken: Stofftiere, Bälle für Basketball, Fußball, Softball, 120 Paar Socken, viele Kuscheldecken, Stofftiere und Gesellschaftsspiele, zählte Wilken auf.

Außerdem hatten auf den Wunschzetteln aus Jaksice auch ganz praktische Sachen gestanden: Kosmetika, Duschzeug und Lotionen etwa. Von der Schützenbruderschaft St. Josef gingen Süßigkeiten, Schreibblöcke und Stifte auf den Weg. Der Freundeskreis Jaksice hatte wieder Plätzchen gebacken und gegen Spenden an Stammkunden veräußert: So kamen 1000 Euro zusammen. Für die Wohngruppen konnten zum Beispiel noch Powerbanks (mobile Zusatzakkus) gekauft werden, außerdem Lichterketten und vieles mehr.

Beim Besuch in Jaksice unterstütze der Verein immer auch einige Familien, die Kinder- und Jugendhilfe sei mit im Boot. Wie Vorstandsmitglied Uwe Deters berichtete, habe sich vor Ort auch eine Initiative gebildet, die einiges mit den Kindern unternehme.

Der Spediteur ist nun zurück und hat den Kinderhausern viele Dankeschön-Karten und Basteleien der Kinder und Jugendlichen mitgebracht. „Wir sind froh, dass alles so gut gelaufen ist“, unterstreicht Uwe Deters. „Dass wir in dieser Ausnahmesituation so unterstützt worden sind, hat uns unheimlich gefreut“, dankt Wolfgang Lödde den Kinderhausern.

Jetzt kann Weihnachten kommen.

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