St. Marien und St. Josef: Pater Patrick Jayaraj Antony kehrt in seine Heimat zurück
Von Kinderhaus nach Kalkutta

Münster-Kinderhaus /Sprakel -

Mit einem festlichen Gottesdienst unter Corona-Bedingungen ist Pater Dr. Patrick Jayaraj Antony verabschiedet worden. Anfang März 2012 kam der Ordensmann in die Gemeinde St. Marien und St. Josef. Er wird künftig in Kalkutta am Priesterseminar seines Ordens tätig sein.

Dienstag, 29.12.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 29.12.2020, 17:00 Uhr
Pater Dr. Patrick Jayaraj Antony
Pater Dr. Patrick Jayaraj Antony Foto: St. Marien und St. Josef

Als Pater Patrick Jayaraj Antony Anfang März 2012 nach Kinderhaus kam, schaffte er sich als Erstes ein Fahrrad an. Damit war der Ordensmann aus dem südindischen Tamilnadu fortan in der Gemeinde St. Marien und St. Josef unterwegs und unterstützte das Seelsorgeteam.

Nun hat Pfarrer Ulrich Messing Pater Patrick mit einem festlichen Gottesdienst unter Corona-Bedingungen verabschiedet. Messing dankte ihm für seine vielfältigen Aktivitäten in der Pfarrgemeinde. Zu den seelsorglichen Aufgaben gehörten zum Beispiel Taufen, Trauungen und Beerdigungen. „Zudem war er auch ein Ansprechpartner für viele Menschen in unserer Gemeinde“, so eine Mitteilung der Gemeinde St. Marien und St. Josef.

Pater Patrick Jayaraj Antony hat als Priester der Weltkirche in der Gemeinde St. Josef und St. Marien mitgearbeitet. Er gehört der Ordensgemeinschaft Franz von Sales an und wurde 2003 zum Priester geweiht. In St. Josef und St. Marien hatte er den Status eines Kaplans.

In den vergangenen vier Jahren hat Pater Dr. Patrick Jayaraj Antony seine Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität absolviert. Er kehrt nun nach Indien zurück und wird in Kalkutta am Priesterseminar seines Ordens tätig sein.

Die knapp neun Jahre in Kinderhaus und Sprakel, erst in der Pfarrei und dann im Katharinen-Kloster wegen seines Studiums, seien der längste Aufenthalt an einem Ort nach dem an seinem Heimatort gewesen, lautet das Fazit von Pater Patrick. Das sei seine zweite Heimat gewesen. Es sei „eine wunderschöne Zeit gewesen, obwohl ich etwas verlernen und vieles neu lernen musste. Das hat mir aber Freude gemacht. Wie es im Psalm 107 steht: Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“

Viele hätten ihn ermutigt bei seinem Aufenthalt. Erst vier Monate vor dem Start in Kinderhaus war er damals nach Deutschland gekommen und hatte als Erstes einen Sprachkursus belegt. Pfarrer Messing habe ihn sehr freundlich empfangen und seine Fortschritte gelobt. Solche Ermutigung habe er in der Gemeinde bis heute von vielen erlebt.

Vieles habe er miterlebt in der Gemeinde „bei so vielen freudigen und traurigen Anlässen: Taufen, Trauungen, Hochzeitsjubiläen, Beerdigungen mit allem, was dazugehört, Menschen zu begleiten, sie anzuhören, ins Gespräch zu kommen, das richtige Wort zu finden“. Er nehme viele gute Erlebnisse und Erinnerungen mit und werde Kinderhaus und Sprakel vermissen, so Pater Patrick Antony. Als Erinnerung an die Pfarrgemeinde überreichte ihm Pfarrer Ulrich Messing eine weiße Stola, die ihn nach Indien begleiten wird.

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