Jahresausblick 2021: Interview mit Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink
Komplexe Aufgaben

Münster-Nord -

Das neue Jahr beginnt, und es gibt viele Herausforderungen – auch in Kinderhaus, Coerde und Sprakel.

Donnerstag, 31.12.2020, 07:13 Uhr aktualisiert: 31.12.2020, 07:20 Uhr
Bezirksbürgermeister
Bezirksbürgermeister Foto: Katrin Jünemann

Es war ein Jahr bestimmt von einem Virus mit immensen Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Trotzdem gibt es nun – nicht zuletzt mit dem Start der Impfaktionen – Hoffnung auf eine neue Zeit. Das neue Jahr beginnt, und es gibt viele Herausforderungen – auch in Kinderhaus, Coerde und Sprakel. Dazu befragte Redakteurin Katrin Jünemann Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink .

 

Nach diesem von der Corona-Pandemie bestimmten Jahr: Was hoffen Sie für 2021 für Münsters Norden?

Igelbrink: Die Pandemie ist ja mit dem Jahreswechsel nicht vorbei und wird uns auch noch im Jahr 2021 beschäftigen. Daher hoffe ich, dass die Bürgerinnen und Bürger vernünftig bleiben, auch wenn Geduld schwerfällt. Dies gilt auch für mich, aber mit dem Beginn der Impfung gegen das Virus ist Besserung in Sicht.

Wie sehen Sie die Entwicklung in Kinderhaus? Was werden die Schwerpunkte sein?

Igelbrink: Die Bebauung des Gebietes Moldrickx wird sicherlich ein Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte von Kinderhaus werden, diesen Prozess wird die Bezirksvertretung auch in 2021 kritisch begleiten. Das Baugebiet am Moorhock wird von der Mehrheit der BV abgelehnt, die Entscheidung läuft aber über den Rat der Stadt Münster. Auch am Ermlandweg erwarte ich, dass es im nächsten Jahr losgeht. Die Einrichtung eines runden Tisches für die Straße Wilkinghege ist eingestielt. Weitere Tempo-30-Zonen haben wir in Kinderhaus auf der Agenda. Der Neubau der Grundschule „Am Kinderbach“ bietet dem Geschwister-Scholl- Gymnasium und der Geschwister-Scholl-Realschule Entwicklungsmöglichkeiten, zwar knirscht es ab und an noch, doch sind diese Probleme zu beseitigen.

Was ist für Coerde im neuen Jahr zu erwarten?

Igelbrink: Die Bebauung und Umgestaltung des Hamannplatzes wird auch in 2021 das vorherrschende Thema in Coerde bleiben. Der Aldi-Neubau ist fertig, nun ist die Firma Stroetmann mit dem Edeka-Neubau an der Reihe. Doch auch die Verbesserung der Kita- Betreuung müssen wir im Auge behalten – ebenso das Projekt „Soziale Stadt Coerde“ und die Bekämpfung der Kinderarmut im Stadtteil. Die Verkehrsberuhigung in den Rieselfeldern ist weiterhin ein zentrales Thema in 2021. Der Schutz eines einzigartigen Naturreservates im Norden Münsters sollte allen Menschen eine Herzensangelegenheit sein.

Sprakel erhält gerade ein neues Zentrum. Welche Entwicklungen stehen noch an?

Igelbrink: Natürlich der Neubau der Grundschule und verbunden damit die Frage: Was geschieht auf dem alten Schulgelände? Gerade der Schulneubau ist ein deutliches Zeichen der Stadt Münster hinsichtlich der Stadtteilentwicklung. Sprakel wächst, und es gibt durchaus noch Punkte, die einer Verbesserung bedürfen. Der ÖPNV ist der Bevölkerungsentwicklung anzupassen, die Radwegeverbindungen Richtung Innenstadt und der Anschluss an den Radweg von Gimbte nach Sprakel sind zu optimieren. Die genannten Themen für den gesamten Stadtbezirk Nord sind natürlich nur eine Auswahl an Punkten, die uns auch im Jahr 2021 beschäftigen werden, so fehlen Aussagen zu Sport und Kultur, zur Müllproblematik und und und . . .

Was wäre Ihr Wunsch für das neue Jahr?

Igelbrink: Ich wünsche mir, dass zumindest einige der Punkte umgesetzt werden können – und den Bürgerinnen und Bürgern vor allem Gesundheit im neuen Jahr. Hinsichtlich der Corona-Pandemie kann ich nur sagen: Bleiben Sie negativ.

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